Ackendorf. " Ich kann keine Fliese mehr sehen ", gab Thomas Krause am Sonnabend bei der Wiedereinweihung des Sportlerheims in Ackendorf zu. Der Ackendorfer und seine Helfer hatten die Fliesen nicht gezählt, die sie im Laufe der vergangenen vier Monate beim Umbau der Heimstatt der Sportler verlegt hatten. Dafür hielt er aber so manche andere Zahl für die Gäste bereit : eine Tonne Stahl, 1200 Kilogramm Zement, acht Tonnen Sand, 55 Liter Farbe, 80 Quadratmeter Gipskartonplatten. All das und noch einiges mehr waren in das " neue " Sportlerheim verbaut worden, das nun pünktlich zum 50. Geburtstag des Sportvereins Rot-Weiß Ackendorf eingeweiht werden konnte. Nachdem eine benachbarte leergezogene Wohnung integriert werden konnte, ist jetzt viel mehr Platz im Sportlerheim. " Man sieht jetzt, was wir geschafft haben, wir können den Raum vernünftig vermieten und auch die Ausstellungen meines Gefl ügelvereins können jetzt hier stattfi nden ", so Thomas Krause.

" Ohne öffentliche Fördergelder haben wir hier umgebaut, es steckt viel private Eigenleistung drin und auch viele Spendengelder. Ohne diese Gelder wäre das so nicht zu schaffen gewesen ", erklärte Ilka Vopel als Vorsitzende des Sportvereins dankend und kündigte schon mal an, dass der Verein hier noch viele Veranstaltungen plane. " Wir hoffen, dass wir viele Ackendorfer Bürger bei den zukünftigen Veranstaltungen begrüßen können. "

Ralf Geisthardt, als Präsident des Kreissportbundes ebenfalls bei der Feierstunde anwesend, wünschte sich, dass das Sportlerheim zukünftig voll mit Leben ist und dass es verschont bleibt von Vandalismus. " Was Ihr hier geschaffen habt mit Eurer eigenen Hände Arbeit ist schon etwas wert ", lobte er.

Günter Wielinski, Präsident des Kreisfußballverbandes, hatte nicht nur Geschenke zur Verschönerung des Sportlerheim und für die sportliche Betätigung mitgebracht, er bezog sich in seiner Rede auch auf die, die sich immer engagiert haben für den Verein. Früher wie heute sei der Sport durch die Gemeinschaft und Fairness geprägt, schaffe er Kontakte und sorge er für Integration. Und nicht zuletzt trage der Sport auch zum Kulturleben eines Dorfes bei.

Auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde, Steffi Trittel, und der Ackendorfer Ortsbürgermeister Martin Plate waren des Dankes und des Lobes voll. " Kinder brauchen Aufgaben, Vorbilder und die Gemeinschaft und genau das bekommen sie hier im Ackendorfer Sportverein ", so Steffi Trittel, die das Ehrenamt lobte.

Als Vorsitzende des Sportvereins nutzte Ilka Vopel die Gelegenheit, auf die Höhepunkte in der Geschichte des Vereins zurückzublicken. Im April 1960 hatten einige junge Ackendorfer die Idee, einen Sportverein zu gründen. In der damaligen LPG fanden sie Unterstützung, so dass am 1. Mai des gleichen Jahres die BSG Traktor Ackendorf gegründet wurde. Obwohl im Laufe der Jahre die wechselnden Vorstände immer ihre Aufgabe gut gemacht haben, gab es Höhen und Tiefen in dem heute 45 Mitglieder zählenden Verein.

Die Ehrenmitglieder Gerhard Reichert, Wolfgang Kelm und Hans Riekewald wurden zum Jubiläum des Vereins besonders geehrt. Und auch Dietmar Pötsch, der sich noch gern an die Anfänge erinnerte, gehört seit Sonnabend zu ihnen.