Meitzendorf (cl). Ob der Eigenbetrieb Abfallentsorgung am Montag in Meitzendorf mit der Abholung noch etwas zu tun hat? Denn der Haufen von gut 80 bis 100 Weihnachtsbäumen, die auf dem Festplatz abgeladen worden waren, hatte eine beachtliche Höhe.

Schon seit Jahren laden die Mitglieder des Tischtennisvereines zu ihrem traditionellen Weihnachtsbaumverbrennen. Und dass es sich dabei um eine Tradition handelt, zeigte sich auch gestern wieder. Fast magnetisch zog es junge und ältere Meitzendorfer zum Festplatz. Klaus-Dieter Balko erinnerte sich noch ganz genau an das erste Weihnachtsbaumverbrennen. "Damals gab es unglaublich viel Glatteis. Aber die Stimmung war super, und am Ende haben alle getanzt", schwärmte der Vorsitzende des Tischtennisvereines von den Anfängen.

Das Traditionsfeuer gehört zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender der Tischtennisfreunde. Neben dem wöchentlichen Training, das immer montags im Dorfgemeinschaftshaus stattfindet, kommt auch die Geselligkeit bei diesem Breitensportverein nicht zu kurz. "Wir beteiligen uns auch am Fest der Vereine und beim Weihnachtsmarkt", zählte Balko weitere Termine auf. "Außerdem treffen wir uns zum Grillen und organisieren – wenn wir es zeitlich schaffen – eine eigene Weihnachtsfeier." Im Sommer stünde jedes Jahr ein Ausflug zusammen mit den Partnern an. So war man schon mit dem Kremser durch den Lindenwald oder im Kanu auf den Gewässern des Umlandes unterwegs.

Wie lange es den Verein schon gibt, diese Frage konnte Klaus-Dieter Balko gestern nicht ad hoc beantworten. "Wir spielen ja schon seit DDR-Zeiten miteinander, haben dann nach der Wende den Verein gegründet, um ein solides Fundament zu schaffen."

Ein solides Fundament bot gestern auch die Wiese des Festplatzes. Im Gegensatz zum Weihnachtsmarkt, wo alles unter Wasser stand, konnten sich die Besucher zwar schlitternd, aber immerhin fast trockenen Fußes rund um den brennenden Haufen bewegen, der von Mitgliedern der Feuerwehr beaufsichtig wurde.