Barleben. "Vergangenes würdigen – Neuem aufgeschlossen gegenüberstehen", ist diesmal der Neujahrsempfang der Gemeinde Barleben überschrieben. Womöglich mag dieses Motto die Verantwortlichen bewogen haben, nach längerer Pause wieder einmal den Gemischten Chor "Concordia" zur Mitgestaltung einzuladen. Unter ihrem Dirigenten Hans-Joachim Böhme versuchen die 35 Sängerinnen und Sänger, überliefertes Liedgut zu erhalten und an künftige Generationen weiterzugeben. Aber auch neuen, zeitgenössischen Liedern stehen sie aufgeschlossen gegenüber. Bei vielen Anlässen wird das ehrgeizige Ziel verfolgt, altes und neues Liedgut auf hohem Niveau zu Gehör zu bringen. Dass dem Chor das gelingt, zeigen die beiden Siege im Wartberg-singen, einem sängerischen Wettstreit, der nur alle fünf Jahre ausgetragen wird und den er die beiden letzten Male – nämlich 2003 und 2008 – gewinnen konnte. "Concordia" gibt es seit 1880, gegründet als einer von drei Männergesangvereinen in Barleben. Um das Überleben angesichts großen Männer-Mangels zu sichern, durften ab 1963 Frauen mitsingen. Als in der Wendezeit alles infrage stand, das Bestehen des damals 110-jährigen Chores ernsthaft gefährdet war, übernahm Heidemarie Damasty die organisatorische Leitung. Ein Jahr später wurde der Chor zu einem eingetragenen Verein nach bundesdeutschem Recht, den sie als Vorsitzende des Vorstandes seitdem führt. Für dieses jahrelange Engagement wurde ihr bei einem der letzten Neujahrsempfänge die silberne Ehrenplakette der Gemeinde zuteil.

Dem Gemischten Chor "Concordia" mangelt es auch heute häufig an männlichem Nachwuchs. Deshalb gilt der ständige Aufruf an Männer, die gern singen: Haben Sie Mut und kommen Sie zur Probe. Immer montags um 19 Uhr in der Grundschule Barleben, Zugang über das Grundstück Abendstraße Nr. 4.