Seit dem 1. Januar 2010 besteht die Verbandsgemeinde Elbe-Heide. Ihr gehören sieben Mitgliedsgemeinden mit 21 Ortsteilen an. Burkhard Steffen stellte den Bürgermeistern zum Jahreswechsel drei Fragen, bat sie um einen Rückblick und eine Vorausschau. Heute: Bettina Seidewitz, Bürgermeisterin von Loitsche-Heinrichsberg.

Volksstimme: Was betrachten Sie als die wichtigsten Ereignisse in Ihrer Gemeinde im Jahr 2010?

Bettina Seidewitz: Das wichtigste Ereignis im Jahr 2010 war die Zusammenführung der drei Ortsteile Loitsche, Heinrichsberg und Ramstedt zu einer Gemeinde und daraus folgend die Zusammenarbeit des neuen Gemeinderates. Hier kann ich rückblickend nur sagen, dies ist uns durch eine faire und konsequente Arbeit sehr gut gelungen.

Große Aufgaben wurden im Ortsteil Loitsche realisiert. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit angrenzendem Betriebshof hat einen Großteil an Aufmerksamkeit erfordert. Im Oktober war es dann soweit. Wir konnten mit einer feierlichen Veranstaltung sowie einem Tag der offenen Tür den Kameraden ihr neues Domizil übergeben und der Bevölkerung dieses tolle Objekt vorstellen. Auch die Gemeindearbeiter haben ihre neue Betriebsstätte bezogen. Nachdem schon im Sommer der neue Kunstrasenplatz eingeweiht wurde, konnten zum Ende des Jahres auch die Bauvorhaben am Sportlerheim Loitsche mit dem neuen Anbau sowie der Altbausanierung abgeschlossen werden. Die Sportler der Gemeinde finden jetzt hier optimale Bedingungen vor. Besonders zu erwähnen ist auch die Eröffnung einer kleinen Gaststätte am Sportplatz durch die Familie Zobel. Pünktlich zum Herbstfest in Ramstedt konnte dort der neue Spielplatz eingeweiht werden. Hier noch einmal ein Dankeschön an die Leitung des Zielitzer Kaliwerkes für die finanzielle Unterstützung.

Anwohner sehnen das Ende der Bauzeit herbei

Kulturell gab es in allen Ortsteilen viele Höhepunkte, unter anderem Maifeuer, Maibaumsetzen, Herbstfest, Erntedankfest, Weihnachtsmärkte und nicht zu vergessen das 20-jährige Jubiläum des Sportvereines Eintracht Loitsche-Zielitz.

Volksstimme: Was erwarten Sie für Ihre Gemeinde im Jahr 2011?

Bettina Seidewitz: Ohne dem Haushalt für das Jahr 2011, der Ende Januar zum ersten Mal gelesen wird, vorzugreifen: Es werden vorrangig die Projekte weitergeführt, mit denen sich der Gemeinderat bereits zum Ende des Jahres 2010 beschäftigt hat. In der Hoffnung, dass das Wetter endlich mitspielt, ist die Fertigstellung der Magdeburger Straße im Ortsteil Loitsche ganz wichtig. Die Anwohner sehnen hier schon lange genug das Ende der Bauzeit herbei.

Weitere Vorhaben sind der Radwegebau endlang der L 44 von Loitsche bis Rogätz sowie der Radwegebau von der Ortslage Heinrichsberg bis zum Friedhof. Im Mittelpunkt steht auch die Sanierung des Dorfteiches in der Ortslage Heinrichsberg. Hier wurden Fördermittel bewilligt. Das Bauvorhaben muss bis zum 30. September abgeschlossen werden. Verbessert werden soll die Breitbandversorgung. Auch um die Kita-Einrichtung in Heinrichsberg müssen wir uns im Gemeinderat Gedanken machen, da ein erhöhter Bedarf an Krippenplätzen besteht. In Ramstedt wird in diesem Jahr das Dorfgemeinschaftshaus fertiggestellt, und in Loitsche beschäftigen wir uns mit der Sporthalle, welche dringend saniert werden muss.

Kulturell wird es in allen Ortsteilen wieder sehr viele Veranstaltungen geben, so auch in diesem Jahr einen Elbebadetag in Heinrichsberg.

Volksstimme: Welche Vor- und welche Nachteile hat die Gemeindegebietsreform für Ihre Gemeinde gebracht?

Bettina Seidewitz: Vorteile der Gebietsreform kann ich sowohl für die Arbeit als Bürgermeister als auch im Gemeinderat nicht unbedingt erkennen. Nachteilig finde ich persönlich, dass wir als Gemeinde nicht mehr Träger der Kitas und der Feuerwehren sind. Da gab es im vergangenen Jahr teilweise Verwirrungen in den Zuständigkeiten.

Sowohl wir als Kommunalpolitiker als auch die Leiter der Kindertagesstätten und die ehrenamtlichen Wehrleiter mussten sich damit abfinden, nicht mehr den Bürgermeister als Ansprechpartner zu haben. Trotzdem versuche ich weiterhin eine enge Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten.

Denn nach wie vor bleiben die Feuerwehren in allen Ortsteilen unbedingter Partner auch bei der Durchführung kultureller Veranstaltungen in den Dörfern. Und auf keinen Fall möchte ich bei einer gemeindlichen Veranstaltung auf die kleinen Mäuse aus den Kindertagesstätten mit ihren toll einstudierten Programmen verzichten.

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