Mose. Helga Steinig lacht. "Um Gottes willen, nein." Die Moseraner seien nicht so vermessen, mit 1000-Jahr-Feier der Wolmirstedter konkurrieren zu wollen. Dazu ist der Ortsteil zu beschaulich. Etwa 300 Bürger leben in Mose. "Aus diesem Grund werden wir auch unsere 1075-Jahr-Feier in einem für Mose üblichen Rahmen feiern", sagt Steinig. Die Ortsbürgermeisterin lädt deshalb die Moseraner zu einer Ideensammlung am Freitag, dem 28. Januar, 19 Uhr, in das Vereinshaus ein.

Eine erste Bürgerversammlung zum Orts(teil)jubiläum im Jahr 2012 hat es bereits im November gegeben. Der Aufruf verhallte, denn lediglich fünf Unentwegte fanden den Weg ins Vereinshaus. Dennoch ist Helga Steinig zuversichtlich, was den zweiten Versuch betrifft: "Inzwischen habe ich viel Zuspruch erfahren. Ich hoffe, dass diesmal mehr kommen, wir viele gute Ideen zusammentragen", sagt Steinig. "Wichtig ist, dass sich ein Festausschuss konstituiert, wir zudem sechs Arbeitsgruppen ins Leben rufen können. Das heißt, ich rechne am 28. Januar mit gut 20 Interessierten."

Die sind auch zwingend notwenig, denn das Jubiläum soll akribisch vorbereitet werden – während die einen für den Festumzug verantwortlich sein werden, kümmert sich eine andere Arbeitsgruppe um die Historie und die Festschrift. Nichts wird dem Zufall überlassen, gibt es selbst eine AG, die die materiell-technische Basis absichert.

Mose wird im nächsten Jahr sicherlich keine Festwoche auf die Beine stellen, schaut Steinig voraus. Aber drei Tage wollen sich die Moseraner (und ihre Gäste) schon für ihr Dorfjubiläum Zeit nehmen.

Nur der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Zwischen Juli und August 2012 soll es an einem verlängerten Wochenende (Freitag bis Sonntag) stattfinden. Um sich aber in den Sommermonaten nicht gegenseitig die Schaulustigen wegzunehmen, lässt die Ortsbürgermeisterin gerade durchchecken, wo eventuell in diesem Zeitraum noch gefeiert wird. "Wir möchten nämlich an unserem Fest-Wochenende möglichst viele Besucher nach Mose locken. Das geschieht nur, wenn wir im Altkreis Wolmirstedt so ziemlich die einzigen sind, die feiern", meint Steinig. Und man darf sich auf das Jubiläum freuen, denn allein der Festumzug wird ein echter Hingucker sein.

Zur Erinnerung: Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ortsteil Mose in einer Schenkungsurkunde des Königs Otto I. vom 21. September 937 an das Moritzkloster in Magdeburg.