Ein herzliches Willkommen rief der Barleber Bürgermeister am Sonnabend gewählten Vertretern aus Bund, Land, Kreis und der Kommune zu. Franz-Ulrich Keindorff begrüßte ganz herzlich die Vertreter der örtlichen Vereine sowie Geschäftsführer und Gesellschafter aus der regionalen Wirtschaft. Etwa 200 Persönlichkeiten hatten die Einladung in die Mittellandhalle zum Neujahrsempfang angenommen.

Barleben. Ohne Rutschpartie zum Neujahrsanfang – vor Tagen wäre dies kaum möglich gewesen. Franz-Ulrich Keindorff stellte ganz bewusst einen Dank an die Kollegen des Winterdienstes an den Anfang seiner Neujahrsansprache. "Sie waren für uns auf Achse, auch an Sonn- und Feiertagen", sagte er. Keindorff hielt es auch es für angebracht, auf die prekäre Lage beim Grundwasser einzugehen. Es würden bereits Erkundungsbohrungen gemacht und Messtellen aufgebaut. "Wir sind an dem Thema dran", unterstrich der erste Mann, bevor er sich den Höhepunkten des vergangenen Jahres zuwandt. Es gebe viele Dinge im Gemeindeleben, die gut gelungen seien und über die man sich freuen könne. Besonders stolz sei er darauf, dass Barleben stabile und erfolgreiche Unternehmen habe. Die Arbeitsmarktzahlen des letzten Monats würden den Erfolg beweisen. Barleben unterbiete mit einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent die schon gute Marke des Landkreises von 8,0 Prozent. Auch hinsichtlich der demografischen Entwicklung sei Barleben nicht nur auf dem richtigen Weg sondern auf der Überholspur. "Die Bevölkerungszahl der Gemeinde wird bis zum Jahr 2025 nur um drei Prozent abnehmen", zitierte Keindorff aus einem Regionalreport der neutralen Bertelsmann-Stiftung. Die Kommune habe sich dynamisch entwickelt und rage als starke Gemeinde mit hoher Arbeitsplatzzentralität aus einer Gruppe statistischer Ausreißer noch heraus, so die Stiftung. Keindorff bekräftigte: "Wir wollen, dass das so bleibt. Denn auch in diesem Jahr haben wir viel vor." Er nannte die Grundsteinlegung und das Richtfest für die zweite Dreifeldsporthalle und den Ausbau des Breiteweges im nördlichen Abschnitt als Beispiele für das 11,4 Millionen schwere Investitionsprogramm.

Vorbildwirkung

Bördekreis-Landrat Thomas Webel brachte in seinem Kurzstatement den Stolz des Landkreises auf Barleben zum Ausdruck. Hier habe sich in den letzten 20 Jahren so viel verändert, wie in den 929 Jahren davor nicht. Auch Holger Stahlknecht, Mitglied des Landtages, meinte, dass das Geschaffene einzigartig sei. Veit Volpert, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, charakterisierte Barleben als "kleines Musterländle" in Sachsen-Anhalt. Für Rolf Claußen, Bürgermeister der friesischen Partnergemeinde Wittmund, hat es Vorbildwirkung wie in Barleben die Amtsgeschäfte im Rathaus mit wirtschaftlicher Ausrichtung geführt würden.

   

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