Wolmirstedt. Das hat gefunkt und die Teilnehmer hatten auch richtig viel Spaß. Alle, die jüngst auf die Schlossdomäne kamen, lagen, wie es so schön in der Fachsprache heißt, auf einer Wellenlänge. Was war geschehen? Eine "Bastelei der besonderen Art" veranstalteten die Wolmirstedter Funker des Deutschen Amateur Radio Clubs im Bürgerhaus. Wenn die Funker zusammen kommen, fehlt auch nicht der Nachwuchs. Das heißt, die Mitglieder hatten ihre Kinder und Enkel mitgebracht. Gemeinsam wollte man mit Lötkolben, Zange und heißem Lötzinn Großes schaffen. So sahen es zumindestens die Mädchen und Jungen, die ihren ersten kleinen Morsepiepser bauen durften. Duft von Kolophonium und heißem Zinn füllte schnell den Raum. Der Aufwand aber hatte sich gelohnt. Nach etwa einer Stunde hingen die ersten Morsezeichen in der Luft. Das Fazit: Am Ende eines technischen Bastelnachmittags waren alle Kinder stolze Besitzer eines eigenen Morsegerätes. Bevor es das erste Mal hörbar piepste, mussten die erfahrenen Funker einige Problem finden und beseitigen. Da fehlte ein Draht, woanders war eine Lötstelle locker. Doch auch das Fehlerfinden, so die Vatis und Opas, macht Spaß, wie bekanntlich jeder Heimwerker bestätigen kann.

Ein Frage, die sich in dieser so technisierten Welt aufdrängt: Ist Morsen nicht veraltet? Professor Michael Höding ist sich da absolut sicher: "Begeisterung wecken Morsezeichen auch heute noch, auch wenn mit Internet und Telefon einfachere Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Funk- amateure in aller Welt morsen nach wie vor. Um im Morsecode mit Australien zu Funken braucht man viel weniger Energie als für eine Sprechfunkverbindung. Morsen ist zudem einfach nur spannend, weil Morsezeichen eine Geheimsprache sind, wie etwa Runen oder Hieroglyphen aus längst vergessenen Zeiten.

Mit dem Bastelnachmittag für das neue Jahr planen die Wolmirstedter Funker in Zusammenarbeit mit dem BFZ Wolmirstedt weitere Löt- und Bastelaktionen.

Wer Interesse bekommen hat und sich an den Veranstaltungen beteiligen will, findet weitere Informationen im Internet unter www.darc.de/w/37.