Das letzte Jahr förderte es deutlicher denn je zu Tage: In der Gemeinde Barleben haben sehr viele Eigentümer mit Wasser in ihren Kellern zu kämpfen. 2010 ist die doppelte Regenmenge gefallen als sonst. Die Feuchtigkeit hat dazu geführt, dass im OT Ebendorf der Kita-Keller gesperrt wurde. Ersatz für die wegfallenden Räumlichkeiten soll vorerst eine Containeranlage im Außenbereich bringen.

Barleben. Weil es in der letzten Zeit viele Anfragen zur Sperrung der Kellerräumlichkeiten der Kita im OT Ebendorf und die dort entstandenen Schimmelpilze gab, nahm der Bürgermeister den Neujahrsempfang der Gemeinde am zurückliegenden Sonn-abend zum Anlass, Informationen zur prekären Lage beim Grundwasser loszuwerden. Die Verwaltung sei selbstverständlich nicht untätig gewesen, meinte Franz-Ulrich Keindorff. Derzeit untersuche ein Ingenieurbüro für Geohydrologie in regelmäßigen Abständen den Grundwasserspiegel. Es seien bereits Erkundungsbohrungen gemacht und Messstellen aufgebaut worden.

Anhand der Messergebnisse würden die Fachleute der Verwaltung Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise unterbreiten. "Erwartungen, dass der Landrat oder der Bürgermeister den Stöpsel ziehen und schwuppdiwupp ist das Grund- und Schichtenwasser weg, werden sicher nicht erfüllt werden können", so der erste Mann. Keindorff bedauerte, dass Binnengräben und andere Wasserläufe über Jahre nicht ausgebaggert worden sind. Nach einer ersten Einschätzung der Fachleute bringt auch die an einem Steinbruch installierte Pumpe keine Verbesserung der Sachlage.

Die Freien Wähler im Ortschafts- und im Gemeinderat hatten sich im November dem Problem der hohen Grundwasserstände angenommen. Sie teilten Fragebögen aus, um zumindest eine Bestandsanalyse der Schäden vorzunehmen. Die Freien Wähler verlangen von der Gemeinde die Erstellung eines Grundwasserkonzeptes.