Barleben. 45 Personen ließen sich vorgestern in der Aula der Sekundarschule von 16 bis 20 Uhr zur Ader. Für Anne-Kathrin Lentge war es die erste Blutspende in ihrem Leben. Die 18-Jährige spielt aktiv Volleyball in der Sportgruppe des Rotkreuz-Ortsvereins Barleben. "Vielleicht kann ich anderen Menschen auf diese Art in Notsituationen helfen", benannte sie ihr Motiv für die uneigennützige und unentgeltliche Abgabe von 500 Milliliter rotem Lebenssaft.

Als Achtungserfolg werteten Barlebens Rotkreuz-Helfer die 45 Personen zum Auftakt des neuen Blutspendejahres allerdings nicht. Im vorigen Jahr kamen 58 Freiwillige und ließen sich von den geschulten Krankenschwestern des Entnahmeteams aus Dessau "anzapfen". Obwohl der Ortsverein vor geraumer Zeit den Termin bis 20 Uhr verlängert hat und Berufspendler von außerhalb und Personen, die in den Behörden arbeiten, dadurch bessere Chancen haben, zum Aderlass zu kommen, ist doch ein allgemeiner Rückgang der Spendenfreudigkeit zu verzeichnen. "Bereits im Oktober war das so", sagt Volker Spoer, Chef des Ortsvereins.

Die zweite Blutspende im neuen Jahr ist dann am 19. April. Verteilt wurden vorgestern auch Einladungen für die Dankeschönveranstaltung am 25. Februar im Sportlerheim am Anger. Volker Spoer möchte sie nicht als Blutspenderball nach dem Vorbild von Rogätz betrachten, sondern als kleines Dankeschön bei Imbiss und Umtrunk.