Die Baustellen, davon konnte sich auch die Volksstimme dieser Tage überzeugen, erwachen langsam aus ihrer Winterstarre. Das bedeutet, im Landkreis wird wieder, soweit es die Bedingungen zulassen, gewerkelt. So zum Beispiel auch auf der Baustelle der Zweifeldhalle in der Meseberger Straße.

Wolmirstedt. "Obwohl die Arbeiten, die jetzt anstehen, unabhängig von der Witterung passieren können", erläutert Dirk Baensch, Sachgebietsleiter Hochbau, der seit März 2010 Woche für Woche zum Baustellerapport vor Ort anzutreffen ist. "Und deshalb ist der Trockenbau, der gerade ansteht, voll im Zeitplan."

Doch bevor der Sachgebietleiter auf Details zu sprechen kommt, erinnert er daran, dass der Winter auch hier früher als gedacht zum Baustopp geführt hat: "Richtig ist", so Baensch, "dass die Fassade der künftigen Sporthalle nicht bis auf den letzten Quadratmeter fertiggestellt werden konnte, bevor der Winter mit aller Härte zuschlug. Zwei Tage haben den Bauarbeitern gefehlt, dann wäre die Fassade fertig."

So hoffen zumindestens die Fassadenbauer weiter auf besseres Wetter. Wie der Fachmann erklärt, müssen die Temperaturen durchgängig über 16 Grad liegen, soll qualitätsgerecht gearbeitet werden. "Das kann bei der gegenwärtigen Wetterlage dauern. Der Winter ist nämlich noch längst nicht vorbei".

Wie Bauamtsleiterin Sabine Bednorz aber betont, hat dieser "Zwischenstopp" dennoch keinen Einfluss auf die Fertigstellung: "Das ist versprochen, am 31. Juli dieses Jahres wird die moderne Zweifeldsporthalle ihrer Bestimmung übergeben. Darauf haben nicht die Bauarbeiter ihr Wort gegeben."

Wer den zügigen Baufortschritt, wie die Mitarbeiter Hochbau, seit Anbeginn miterlebt hat, ist voller Zuversicht. "Selbst die Heizung ist längst installiert, zudem nimmt die Halle endgültige Strukturen an, wurde bereits am 17. und 18. Januar die riesige Tragwelle des Trennvorhanges an der Decke anmontiert", weiß Dirk Baensch. Am Mittwoch wurde nun die große Lichtkuppel am Dach des Sozialtraktes montiert, "damit ist auch die letzte Schwachstelle im Bereich des Daches geschlossen". Wie die Bauamtsleiterin versichert, gibt es auf der Baustelle keinen Leerlauf. Am 25. Januar ist die nächste Submission. Das heißt, es wird ein weiteres Verfahren zur Vergabe von öffentlichen Bauvorhaben ausgelöst. Bei den Gewerken handelt es sich um die Fliesarbeiten im Sozialtrakt. Dirk Baensch rechnet fest damit, dass diese Arbeiten spätestens März/April realisiert sein werden. "Bis zu diesem Zeitpunkt aber wird auch die Halle ausgeleuchtet, der Sportboden eingebracht und die Prallwand für den Hallenbereich montiert sein.

Während des Baustellenbesuchs blieb auch Zeit für einen Rückblick: "Möglich wurde der Neubau", so wiederholt sich Sabine Bednorz gern, "weil 2009 der Fördermittelbescheid in Wolmirstedt eintraf, mit Baubeginn Ende März 2010 dann die Mittel aus dem Landes-Förderprogramm ,Bau und der Sanierung von kommunalen Sportstätten‘ flossen." Die Kosten für die Sporthalle – die dem Schul- und dem Breitensport offen stehen wird – belaufen sich auf 2,22 Millionen Euro. Und was dabei immer wieder betont wird, dass der Landkreis sich allein mit 1,1 Millionen Euro daran beteiligt.

Die (vorerst) letzten Worte der Bauamtsleiterin während des Rundgangs: "Die Halle, wo spätestens im August sportliches Leben einzieht, ist übrigens ein Ersatzneubau für die alte und desolate Sporthalle der Johannes-Gutenberg-Ganztagsschule."