Jersleben. Einmal im Jahr präsentiert sich Jersleben als ein flockiges "Spielcasino". Da wird gemischt und gereizt, was die Karten so hergeben. Und Schuld daran ist der Heimatverein. Die Vorsitzende Erika Gube freut sich über den "Verdacht", muss aber das Kompliment weitergeben: "Michael Strauß und Heiko Stietzel, zwei Mitglieder der Feuerwehr in Jersleben, wollten vor vier Jahren gemeinsam mit den Kameraden ihren ,Spieltrieb‘ ausleben und haben den Vorschlag unterbreitet."

Idee hat gezündet

Und die Idee, wie es nun einmal unter Feuerwehrleuten heißt, hat so richtig gezündet. Aber eben nicht nur unter den "Blauröcken". Die logische Konsequenz: Seit nunmehr drei Jahren werden die Karten im Bürgerhaus "Flocke" einmal im Jahr (Januar bzw. Februar) durch den Heimatverein stets neu gemischt.

Es wird seitdem nicht nur Skat "gedroschen", auch die Rommé-Spieler sind seit Anbeginn dabei. Und an den Tischen meist in der Überzahl. So zumindestens am vergangenen Sonntag bei der dritten Auflage, wo die Rommé-Spieler, 20 an der Zahl, einmal mehr gegenüber den Skatspielern in der Vorhand waren.

Klaus Hillmann, der mit seiner Familie das Turnier organisierte, war es aber egal, wer, letztlich wo, am Tisch saß. Fakt war, dass um 10 Uhr erstmals die Karten verteilt wurden und um 16.30 Uhr ein letztes Mal zwei Karten in den Skat gedrückt wurden. Am besten konnte dies übrigens Klaus Friedrich, der sich 1858 Punkte gutschreiben ließ und damit die Konkurrenz auf die Plätze verwies. Der Vorjahressieger Michael Strauß war nicht am Start und konnte so seinen Titel nicht verteidige. Was die Jersleber ein wenig störte, denn der Sieger kam diesmal aus Samswegen. Platz zwei ging an Helmut Projahn (1823), Dritter wurde Roland Mirbach (1809).

Karten neu gemischt

Alexander Munk erwies sich unter den Rommé-Spielern als Meister, vor Ilse Dienelt und Ilka Stietzel. Nicht vergessen werden soll, dass nicht nur die drei Erstplatzierten an diesem späten Nachmittag mit einem Preis nach Hause gingen. Die gute Nachricht für die weniger Erfolgreichen: Spätestens im nächsten Jahr werden die Karten wieder neu verteilt, worauf der Heimatverein sein Wort gibt.

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