Schon seit Tagen fiebern die Zielitzer Schauspielschüler der Premiere ihres neuen Stückes entgegen. Am kommenden Sonntag fällt um 10.30 Uhr im Holzhaustheater der Vorhang für "Die Prinzessin und der Schweinehirt".

Zielitz. Mit einer ganz neuen Theaterform startet die Reihe "Sonntagsmärchen im Holzhaustheater" in das neue Jahr. Hans Christian Andersens Märchen vom Schweinehirten ist die Grundlage für das Impromärchenspiel "Die Prinzessin und der Schweinehirt", das von den Schauspielschülern der Expertenklasse gezeigt wird.

Märchen von Andersen

"Dabei erzählt Soleja, die Märchenerzählerin, den Zuschauern die Geschichte genauso, wie Hans Christian Andersen sie aufgeschrieben hat", verrät Sigrid Vorpahl, Leiterin der Zielitzer Kinder- und Jugendschauspielschule.

In der Bearbeitung von Sigrid Vorpahl liest sich das so: "Prinz Clemens von Kleinreich möchte die wunderschöne Prinzessin Synthia von Synthetik heiraten. Um sie zu gewinnen, bringt er ihr das Kostbarste, was er besitzt: eine Rose, die so herrlich duftet, dass man alle Sorgen vergisst und eine Nachtigall, die so wunderbar singt, dass alle Zuhörer weinen müssen. Doch Synthia mag keine natürlichen Dinge. Sie steht auf künstliche Musik, gefilterte Luft und unechte Miezekatzen. Sie weist Prinz Clemens ab. Doch der will der hochmütigen Prinzessin eine Lehre erteilen und verdingt sich als Schweinehirt am Hofe ihres Vaters."

"Wenn die Märchenerzählerin innehält, lassen die Schauspielschüler die Märchenfiguren lebendig werden. Sie spielen vor was passiert, wenn die eingebildete Prinzessin ihre Hofdamen schikaniert und was der Prinz unternimmt, um sich an der hochmütigen Synthia zu rächen", stimmt Sigrid Vorpahl auf die Premiere ein, "die Texte, die dabei gesprochen werden, sind nicht vorgeschrieben, sondern die Schauspielschüler improvisieren sie live auf der Bühne. Wer schon einmal versucht hat, frei zu einem Thema zu sprechen weiß: Das ist aufregend und erfordert von den Schauspieleleven eine Menge Mut."

Was Improvisation überhaupt ist und wie sie im Theater funktioniert, zeigen die Schauspielschüler in einem kleinen Vorspiel, bei dem die Zuschauerkinder auch mitraten dürfen.

Neu: Freier Eintritt

Neu ist auch: Der Eintritt zur Premierenvorstellung ist frei. Die Besucher können im Anschluss an die Vorstellung selbst entscheiden, was Ihnen das Erlebnis wert war. Die Hälfte der Einnahmen spenden die Schauspielschüler für einen guten Zweck.