Barleben. Die Senioren fühlen sich offensichtlich in Barleben gut aufgehoben. Erst recht, wenn die Gemeinde zur Geburtstagsfeier einlädt. Alle zwei Monate geschieht das. Dann werden die älteren Bürger (ab dem 70. Geburtstag ) besonders gewürdigt, herrscht an dem jeweiligen Nachmittag in der Begegnungsstätte in der Ernst-Thälmann-Straße 22 ausgesprochene Feststimmung. "Das aus gutem Grund", wie der stellvertretende Ortsbürgermeister Andreas Marx, in seiner kurzen Ansprache betonte, als am Donnerstag die "Geburtstagskinder" der Monate November und Dezember geehrt wurden, "denn hier in Barleben herrscht kein Jugendwahn, leben schon seit Generationen Alt und Jung einträchtig beisammen, kommen bestens miteinander aus."

Als wenn es eines besonderen Beweises bedurfte, trat anschließend die "Kulturgruppe" der Kindertagesstätte "Barleber Schlümpfe" auf. Die kleinen Mädchen und Jungen erfreuten die Omas und Opas, 70 waren der Einladung gefolgt, mit Winterliedern und zwei schwungvollen Tänzen. Besonders groß aber war die Freude bei Gerhard Lapschus. Nicht nur, dass der Barleber vor einigen Wochen Geburtstag hatte, er wurde vor wenigen Tagen bereits zum vierten Mal Opa.

Nach dem Auftritt der "Schlümpfe" aber war noch längst nicht Schluss. Denn keine Geburtstagsfeier in der Begegnungsstätte ohne Auftritt des Chores der Volkssolidarität.

Das letzte Wort in dieser festlichen Runde aber hatte der stellvertretende Ortsbürgermeister, der eine Bitte äußerte: "Im kommenden Jahr feiert Barleben seine 950-Jahr-Feier. Und soll das Fest gelingen, dann brauchen wir auch die Unterstützung unsere älteren Bürger."

Als Andreas Marx kurze Zeit später das Fest verließ, tat er dies mit der Gewissheit, dass viele der "Geburtstagskinder" in den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften mitarbeiten wollen.