Im vergangenen Jahr kam die Ortschaft Ebendorf aus dem Feiern kaum heraus. 2011 stehen weniger Jubiläen an. Nicht nur deshalb strömten zahlreiche Gäste am Sonnabend ins Bürgerhaus, wo der CDU-Ortsverband zum Neujahrsempfang geladen hatte. Die zwanglose Zusammenkunft bot auch Gelegenheit für Rückblick und Vorausschau.

Ebendorf. Eines der Geburtstagskinder der Ortschaft – die Sportgemeinschaft Eintracht – wurde am vorvergangenen Wochenende schon groß gefeiert. Deshalb nutzte Ortsbürgermeister Manfred Behrens am Sonnabend die Gelegenheit, im Kleinen zu gratulieren. Nämlich Ines Madjera und Wolfgang Bruhnke, die zu den Gästen des Neujahrsempfanges der CDU-Ortsgruppe gehörten und an diesem Tag ein Jahr älter wurden.

Erstmalig hatte Behrens an einem Sonnabend Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Vereinswesen um sich geschart. Ob es wirklich daran lag, "dass sonntags immer der Pfarrer nicht konnte", wie das Ortsoberhaupt in seiner Begrüßung sagte, wurde nicht weiter thematisiert. Viel mehr ging es auf dem Empfang darum, zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen.

Das vergangene Jahr stand in Ebendorf ganz im Zeichen großer Jubiläen. Nicht nur die Ortschaft selbst feierte Geburtstag, sondern auch Hunde-, Schützen- und der Kultur- und Geschichtsverein sowie die Karnevalisten. "2011 wird nicht ganz so üppig", stellte Behrens fest, zeigte sich aber optimistisch, dass er schon noch Gründe zum Feiern finden werde.

Vielleicht ist es ja im März soweit. Denn spätestens beim Grußwort von Holger Stahlknecht wurde klar, dass es sich um eine CDU-Veranstaltung handelte und der Landtagswahlkampf schon längst läuft. Der Ortsbürgermeister aus Wellen, der für die Christdemokraten im Landtag ist und ihnen im Kreis sogar vorsteht, fand aber nicht nur lobende Worte für die eigene Partei. Sondern auch für Ebendorf. "Ich komme immer gern, weil man immer wieder Veränderung sieht", bilanzierte Stahlknecht.

Diesen Vergleich konnte auch Thomas Webel ziehen. Ist er doch von Anfang an nicht nur Gast, sondern auch Redner auf den Neujahrsempfängen von Manfred Behrens. Der Landrat nutzte die Gelegenheit und dankte den Anwesenden für ihr ehrenamtliches Engagement. Man könne es als Landkreis gar nicht schaffen, in jedem Ort für die Beschäftigung vor allem der Jugendlichen zu sorgen. Diese Lücke würde durch ehrenamtliches Engagment gefüllt, für das man gar nicht genug danken könnte.

Ralf Geisthardt fand dennoch aber eine Form, einen Vertreter stellvertretend für viele, die dahinter stehen, auszuzeichnen. Der Vorsitzende des Kreissportbundes hatte die Ehrennadel des Landessportbundes in Bronze dabei, die SG-Vorsitzender Jens Barthel erhalten sollte. Da dieser verhindert war, nahm Karsten Wallstab die Ehrung stellvertretend entgegen.

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