Wolmirstedt (cl). Nicht im Ratssaal, sondern auf einer Baustelle begann vergangene Woche die Sitzung des Kultur- und Rechtsausschusses. Die Mitglieder wollten sich vor Ort in der Zweifeldsporthalle aber nicht nur über den Baufortschritt informieren. Sondern auch darüber, wie das Nutzungskonzept aussieht.

Grund dafür war eine Anfrage des OK-Live-Ensembles nach der Bereitstellung von Lagermöglichkeiten für die Trainingsgeräte. Wie Marlies Cassuhn den Anwesenden erklärte, hätte der Schulsport in dieser Halle Vorrang vor dem Breitensport. Auf Nachfrage von Klaus Mewes nannte sie alle Vereine, welche momentan noch die Sporthalle der Gutenberg-Schule nutzen. Neben den Schülern trainieren dort Stern Elbeu, der Gesundheits- und Behindertensportverein, SV Kali, das OK-Live-Ensemble mit den Artisten, die Gruppen von Enorm in Form und weitere Jugendvereine.

Die Mitglieder des Kultur- und Rechtsausschusses begrüßten einen Vorschlag der stellvertretenden Bürgermeisterin, wie man vor Inbetriebnahme der Halle vorgehen könnte, um die Interessen- und Nutzungslage unter einen Hut zu bekommen. "Wir wollen eine Beratung durchführen, auf der wir Vertreter aller Nutzergruppen einladen und dann an einem Tisch versuchen, dem Bedarf gerecht zu werden", so Marlies Cassuhn.

Natürlich wurden auf der Baustelle auch Fragen nach der Zukunft der alten, momentan noch genutzten Sporthalle der Gutenberg-Schule gestellt. Wie die Ordnungsamtsleiterin erklärte, seien die Ideen zu einer möglichen pädagogischen Nutzung der Turnhalle mittlerweile verworfen. Man plane den Abriss. Da dafür aber derzeit kein Geld da sei, würde die alte Halle nach Inbetriebnahme der neuen erst einmal stillgelegt. Dafür sind 6000 Euro im Haushalt 2011 veranschlagt.