Die Gerhard-Schöne-Schule in der Samsweger Straße hat Besuch. Seit Montag (bis 10. Mai) weilen Freunde aus dem Behinderteneinrichtung "Beit Uri" in Wolmirstedt. Gestern wurden die israelischen Gäste durch Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander begrüßt. Es ist nicht der erste Besuch aus Israel. Bereits seit 2006 besteht der Kontakt zwischen Wolmirstedt und Afula.

Wolmirstedt. Der Besuch war langfristig geplant. Am Montag, nach vierstündigem Flug landete schließlich die Delegation – sieben behinderte Menschen im Alter von 21 bis 51 Jahren und zwei Betreuer – in Berlin. Wo die Freunde aus der Behinderteneinrichtung "Beit Uri" von der Schulleiterin Dagmar Lupu und Dr. Eckart Frey, Vorsitzender des Fördervereins der Gerhard- Schöne-Schule, begrüßt wurden.

Der Empfang war überaus herzlich, "denn wenn uns auch Tausende Kilometer Luftlinie trennen, hier kommen inzwischen gute Freunde und alte Bekannte zusammen", betonte der Fördervereinsvorsitzende.

Seit 2006 bestehen bereits die engen Kontakte zwischen Wolmirstedt und Afula im Norden Israels. Für Dagmar Lupu, die seit Februar die Schöne-Schule leitet, ist es der erste Besuch, den sie empfängt und damit der erste Kontakt mit den Gästen aus Israel. Also fragte sie nach und erfuhr unter anderem, dass die Behinderteneinrichtung mit Namen "Beit (steht für Haus) Uri" in Galiläa unweit des biblischen Sees Genezareth angesiedelt ist. Die Schulleiterin ihrerseits konnte den Gästen versprechen, dass ein umfangreiches Programm in den kommenden Tagen auf sie wartet. Dagmar Lupu hat nicht zu viel versprochen. Gestern weilten die Gäste – nachdem sie durch Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander an der Schöne-Schule herzlichst begrüßt wurden – in Lindhorst, fuhren anschließend nach Magdeburg, wo sie den Dom besichtigten. Damit war das Programm an diesem Tag nicht beendet. Es hieß erneut "Kofferpacken". Um 16 Uhr bestiegen Gäste und Gastgeber gemeinsam den Zug in Richtung Schierke.

"Uns ist es wichtig, unserem Besuch Land und Leute zu zeigen", so Dr. Eckhard Frey, "erst recht, wenn behinderte Menschen aus Israel und Deutschland zusammenkommen und wie hier gemeinsam etwas unternehmen. Das tun wir auch stets vor dem Hintergrund der Deutschen Geschichte. Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass unsere israelischen Gäste ohne jegliche Vorurteile nach Wolmirstedt kommen. Sie freuen sich auf tolle Erlebnisse und wollen während ihres Aufenthaltes viele neue Freunde kennen lernen."

"Ich denke, dass das Programm, das wir für unsere Gäste zusammengestellt haben", so Schulleiterin Lupu kurz vor der Abfahrt, "ist genau dazu angetan. Und als Erstes werden sie, begleitet von Schülern der Schöne-Schule, bis Donnerstag den Harz erkunden, den Brocken besteigen und das Wernigeröder Schloss besuchen."

Donnerstagabend werden die Gäste aus "Beit Uri" wieder im BFZ erwartet, wo sie während ihres Aufenthaltes untergebracht sind. "Aber nur, um kurz zu verschnaufen", wie Dr. Frey weiß, "denn am Freitag geht es nach Berlin in den Bundestag." Bevor sie schließlich am Montag dann die Heimreise antreten, werden die israelischen Gäste aus Afula am Sonntag Magdeburg von der Elbe aus kennen lernen.

Die Vorbereitungen für diesen Besuch dauerten ein gutes Jahr und wurden von vielen Seiten, so von der Deutsch-Israelischen Zukunftsstiftung in Berlin, gefördert. "Alleine hätten wir das nie schultern können", freut sich Eckart Frey über das Engagement.