Haldensleben. Das Sana Ohre-Klinikum in Haldensleben beteiligt sich mit einem kostenfreien Screening am bundesweiten Gefäßtag, der für den 29. Mai vorgesehen ist. Überprüft werden soll dabei die Bauchschlagader. Durch einen Routine-Check per Ultraschall kann eine drohende Gefahr rechtzeitig erkannt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin führt diesen Gefäßtag zur besseren Aufklärung durch, viele Kliniken und Arztpraxen schließen sich mit einem kostenfreien Screening an. Im Sana Ohre-Klinikum können sich Interessenten am Sonn-abend, dem 29. Mai, von 10 bis 13 Uhr einfinden.

Eine Anmeldung beziehungsweise Überweisung für das kostenfreie Screening sind nicht erforderlich. Wer sich untersuchen lassen möchte, kann sich in der angegebenen Zeit an der Pforte Klinikums melden und wird von dort weitergeleitet. Informationsmaterial liegt für Interessierte bereit.

Worum geht es bei dieser Untersuchung? Eine Erweiterung einer Schlagader (Aorta) kann in allen Körperregionen auftreten. Man bezeichnet sie als Aneurysma. Am häufigsten ist jedoch die Bauchschlagader betroffen, man spricht vom Bauchaortenaneurysma oder auch abgekürzt BAA.

Von einer lädierten Bauchaorta merkt man lange nichts, denn die Erkrankung verläuft schleichend. Knapp 2,6 Prozent der Männer und gut 0,5 Prozent der Frauen, die älter als 60 Jahre alt sind, weisen eine Aussackung der Bauchaorta auf. Alle Risikofaktoren, die die Gefäße schädigen, können auch ein Aneurysma hervorrufen, das sind erhöhte Blutfettwerte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Rauchen.

Fast 1300 Menschen starben 2007 wegen eines geplatzten Aortenaneurysmas. Da etwa 80 Prozent der Aussackungen keinerlei Symptome verursachen, könnte nur eine Ultraschalluntersuchung Klarheit bringen. Denn wenn das Gefäß platzt, besteht Lebensgefahr.

"Bei dem Screening wird der Bauch abgetastet und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese Untersuchung ist komplett schmerzlos und strahlenfrei. Darüber hinaus befragen wir den Patienten wegen eventueller erblicher Veranlagung zu Krankheitsbildern in der Familie. Das Screening dauert je Teilnehmer ungefähr 15 Minuten", erklärt Dr. med. Wolfgang Matthiä, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie am Sana Ohre-Klinikum.

Weitere Informationen unter

www.baa-screening.de