Die Volkssolidarität des Regionalverbandes Ohre-Börde veranstaltete am Mittwoch in Oschersleben ihre Delegiertenversammlung. Es war die zweite Konferenz nach vier Jahren als gemeinsamer Regionalverband im Landkreis Börde.

Oschersleben. Die Volkssolidarität hat im Landkreis Börde in ihrem Regionalverband Ohre-Börde 5 655 Mitglieder in 135 Gruppen. Diese Mitglieder haben in ihren Ortsgruppen Abgesandte gewählt, die sich gestern zur Regionalverbandsdelegiertenversammlung im Oschersleber Haus der Volkssolidarität trafen.

Versammlungsleiter Horst Riethausen, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität aus Domersleben, konnte unter anderem Kreisdezernent Thomas Kluge, Bewos-Geschäftsführer Hans Walker, Sabine Dutschko vom Paritätischen Magdeburg/Börde sowie Bürgermeister und Vize-Bürgermeister aus dem Kreis begrüßen.

"In den Vorjahren waren im Regionalverband 1 184 Eintritte zu verzeichnen", freute sich Monika Vetter, Vorsitzende des Beirates des Regionalverbandes Ohre-Börde aus Harbke, in ihrem Rechenschaftsbericht. Hauptsächlich durch das Gründen neuer Gruppen wie in den Orten Süplingen, Wulferstedt und Oschersleben. Der Zuwachs an Mitgliedern habe jedoch nicht ausgereicht, um die Abgänge auszugleichen. Als Hauptgrund machte die Vorsitzende den hohen Altersdurchschnitt von mehr als 70 Jahren bei 68 Prozent der Mitglieder des Regionalverbandes aus.

Drei neue Gruppen, aber drei aufgelöst

Monika Vetter verschwieg nicht, dass ganze Ortsgruppen der Volkssolidarität den Rücken gekehrt haben: Marienborn, Velsdorf, Eschenrode und Schermcke. Die Gründe würden im Fehlverhalten der Vorsitzenden liegen und nicht bei der Organisation.

"Ein Dank dem Ehrenamt, das gelebte Solidarität mit unseren Mitmenschen darstellt und das geistige Fundament und die moralische Stütze der Volkssolidarität verkörpert", bedankte sich Monika Vetter bei den mehr als 600 Ehrenamtlichen, die für die Volkssolidarität im 65. Jahr seit der Gründung im Regionalverband Ohre-Börde arbeiten.

Die Vorsitzende hob zudem die Bedeutung der neun Begegnungsstätten und fünf Treffs hervor. "Unsere Seniorenchöre, Sport-, Handarbeits-, Tanz- und Spielegruppen haben ihre Heimstatt in diesen Einrichtungen und sind für viele Mitglieder das zweite Zuhause", verdeutlichte die Beiratsvorsitzende. 2009 fanden dort 3 331 Veranstaltungen mit fast 51 000 Gästen statt.

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