Ochtmersleben. Ihren 90. Geburtstag feierte am Karfreitag die quietschvergnügte Ida Glade im Kreise ihrer Lieben in der " Rosenschänke ". Ortsbürgermeister Günter Kohl ließ es sich nicht nehmen, der zweitältesten Dorfbewohnerin mit einem Strauß Blumen und warmen Glückwünschen zu gratulieren.

Die " Rosenschänke " war rappelvoll, und das obwohl nur die engsten Verwandten zum Feiern gekommen waren. Doch Ida Glade hat eine stattliche Schar von Kindern, Enkeln und Urenkeln. Zehn Kindern hat die immer lächelnde Jubilarin das Leben geschenkt, sie freut sich heute bereits über 17 Enkel und sieben Urenkel. Alle vier Generationen saßen am Freitag am Geburtstagstisch und feierten ausgelassen, mittendrin immer Oma Ida.

Als Flüchtling aus Niederschlesien hatte es Ida Glade 1945 in die Börde verschlagen. Hier fühlt sie sich heute noch pudelwohl, erledigt, so gut es eben geht, täglich ihren Haushalt selbst. Ihr Jüngster Sohn Matthias wohnt mit im Haus und hilft, wo er kann.

" Viel Arbeit und viele Kinder ", das ist das Rezept für ihr hohes Alter, findet Ida Glade, " Ich habe schwer gearbeitet, in der Landwirtschaft und auch zu Hause. Ich habe meine Kinder versorgt, das hat mich jung gehalten. Zu DDR-Zeiten haben wir im Garten selbst viel Gemüse angebaut und Schweine gehalten. Es war immer etwas los. " Feiern ist ein weiteres Rezept zum Altwerden. " Ab und zu mal einen ‚ Pfeffi ‘ und viel gute Laune, das hält fit. " In ihrer Freizeit liest Ida Glade gern die Volksstimme und schaut Fernsehen, am liebsten Musiksendungen mit viel Schlagern und Volkmusik.