Barleben. Zum 6,5 Kilometer langen Orientierungsmarsch durch Barleben machten sich am Sonnabend neun Jugendwehren auf. Statt Navigationsgeräten hatten sie ganz altmodisch eine Karte dabei. Und natürlich ihre Betreuer, die beim Einhalten des Weges und beim Lösen der Aufgaben an insgesamt neun Stationen halfen.

" Dieser Marsch findet bereits zum zweiten Mal statt ", erklärte Wehrleiter Patrick Säuberlich. 14 Gruppen hatten sich angemeldet. Auf die Strecke gingen am Ende die Jugendwehren aus Mose, Zielitz, Barleben, Loitsche, Meitzendorf, Rothensee, Gutenswegen sowie zwei Teams aus Mützel. Die Kinderfeuerwehr Barleben lief außer Konkurrenz mit.

An den verschiedenen Haltepunkten gab es nicht nur Punkte für ordentliche Ausrüstung, also korrekte Bekleidung, sondern auch für theoretisches und praktisches Wissen. Da mussten Schläuche gekoppelt oder Knoten gezeigt werden, wurde Gerätekunde überprüft. Um Geschicklichkeit ging es an der Station " undichtes Rohr ", wo ein Tennisball in einem Rohr durch das Auffüllen mit Wasser nach oben befördert werden musste. Problematisch dabei : Das Gummirohr war voller Löcher.

Also mussten die Jugendwehren Kameradschaft beweisen und tapfer aushalten, als das kalte Wasser in Strömen über ihre Hände floss. " Wir von der Feuerwehr mögen ja Wasser, aber wenn es kalt ist, ist es doof ", bemerkte ein Nachwuchskamerad aus Mose, als sich die Truppe teilweise pitschenass wieder auf den Weg machte. Zum Glück schien die Sonne, trocknete die Kleidung und beruhigte die Gemüter.

Bis alle gestarteten Mannschaften wieder auf dem Hof des Gerätehauses Barleben eingetroffen waren, dauerte es eine Weile. Erst nach mehr als viereinhalb Stunden kehrten die Gutensweger als letztes Team zurück. Ob die Jugendlichen zwischendurch am Eiscafé Halt gemacht hatten, war nicht rauszukriegen. Die Zeit für den Marsch war sowieso nicht das entscheidende Kriterium. Vielmehr ging es um die an den Stationen erreichten Punkte. Und die wurden ausgerechnet, während sich die Teilnehmer des Marsches an Nudeln mit Tomatensoße stärkten, die von Mitgliedern der Feuerwehr Rothensee ausgeteilt wurden.

Am Ende gewann die Jugendwehr aus Loitsche vor Rothensee und Mützel I. Passend zum Orientierungsmarsch handelt es sich bei der Siegertrophäe natürlich um einen Wanderpokal, den die Loitscher im kommenden Jahr verteidigen wollen.