Aller guten Dinge sind drei. Auch 2010 kochten zu Jahresbeginn Bürgermeister und Kommunalpolitiker für einen gemeinnützigen Zweck. Im letzten Jahr wurde nach dem gemeinsamen Essen für die sanierungsbedürftige Barleber Kirche Geld eingesammelt. In diesem Jahr ging die freiwillige Spende in die Niedere Börde. Exakt 1245, 50 Euro kamen für die Sanierung des Schäfertores auf der ehemaligen preußischen Domäne in Groß Ammensleben zusammen.

Barleben. " Wir werden das Geld mit Sorgfalt verwalten ", brachte Prof. Rüdiger Pfeiffer, Präsident der ortsansässigen Kulturhistorischen Gesellschaft, bei der Entgegennahme des Barbetrages aus den Händen des stellvertretenden Barleber Bürgermeisters Jörg Meseberg – bei Meseberg waren auch bei der dritten Auflage des Benefizkochens die organisatorischen Fäden zusammengelaufen – zum Ausdruck. Damit werde es gelingen, die Domäne respektive ihr Nordtor weiter aufzupeppen. Pfeiffer erinnerte an die Tatsache, dass Groß Ammensleben mit seinem ehemaligen Benediktinerkloster nach Magdeburg im Norden erste Station der Straßen der Romanik durch Sachsen-Anhalt ist.

Kultureinlage von Band " Let ‘ s Band "

Auch in diesem Jahr wurde die Höhe der Spendensumme und ihr Empfänger erst nach dem Verspeisen des Fünf-Gänge-Menüs bekannt gegeben. Das Kochen und der anschließende Verzehr des Essens fand am Freitag in der neuen Sekundarschule in Barleben statt. Die verfügt über eine Aula und eine moderne Hauswirtschaftsküche. Nach 14 Uhr wurde mit den Vorbereitungen für die zweieinhalbstündige, abendliche Speisenfolge begonnen. Um 18. 15 Uhr sollte der erste Gang, Matjes mit Dip und Chiabatta-Brot, serviert werden. Für die Vorspeise zeichnete Erika Tholotowsky, erste Frau der Einheitsgemeinde Niedere Börde, mit ihrem Team verantwortlich. Um 19 Uhr und gegen 20. 30 Uhr erleben die etwa 60 Gäste des Benefizkochens jeweils eine Kultureinlage. Die Band " Let ‘ s Dance " vom OK-Live-Ensemble hatte in der Aula zur Unterhaltung Aufstellung genommen.

Ländliche Utensilien als Dekoration

Am Herd in der Hauswirtschaftsküche der Sekundarschule standen insgesamt fünf Teams. Jede Mannschaft zeichnet für einen Gang verantwortlich. Es wurde ein Menü serviert aus Vorspeise, Vorsuppe, erstem und zweiten Hauptgang sowie Dessert. Als Teamleiter fungierten Erika Tholotowsky ( Vorspeise ), Franz-Ulrich Keindorff ( Vorsuppe ) Lutz Trümper ( erster Hauptgang ), Manfred Behrens ( zweiter Hauptgang ), Jörg Meseberg ( Dessert ). Gereicht wurden nacheinander Matjes mit Dip, Entenbrühe, Flusszander, gefächerte Gänsebrust und Apfelstrudel mit Vanilleeis.

Schulleiterin Monika Kukuk zeichnete mit ihrer Mannschaft für die festliche Dekoration der Aula verantwortlich. Die Ausgestaltung des Speisesaales widerspiegelte ländliches Leben. Kukuk konnte auf die Unterstützung durch Heimatverein und Heimatstube bauen.