Wolmirstedt. Wer sich über die Geschichte der Ohrestadt informieren möchte, der muss dazu nicht zwingend in Büchern nachschlagen. Anschaulich präsentiert wird die Stadtgeschichte auch in einer Dauerausstellung im Erdgeschoss des Kreismuseums auf der Schlossdomäne.

Nach einer längeren Phase der inhaltlichen und gestalterischen Überarbeitung wurde diese jetzt neu eröffnet. " Im vorweihnachtlichen Trubel des Monats Dezember schaffen wir es nicht, eine größere Eröffnungsfeier unterzubringen ", erklärt Museumsleiterin Anette Pilz. Diese soll dann Anfang des kommenden Jahres nachgeholt werden. Wer sich aber schon jetzt in die Geschichte und die verschiedenen Entwicklungsphasen der Stadt einlesen will, kann die Ausstellung ab sofort und zu den Öffnungszeiten des Museums besuchen.

Verantwortlich für die Gestaltung der Schautafeln ist Museumsmitarbeiter Andreas Deimling. " Inhaltlich habe ich mit Otto Zeitke und Werner Schierhorn zusammengearbeitet ", berichtet Anette Pilz. " Ohne die beiden wäre das gar nicht möglich gewesen ", lobt sie nachträglich. Jeden Dienstag hätte sich die kleine Gruppe getroffen und die Texte für die Ausstellung verfasst. Abgerundet wird das Angebot durch zahlreiche Exponate. Auch Funde der Hildagsburg, die in den 20 er Jahren geborgen wurden und bisher im Magazin des Museums lagerten, werden gezeigt. Alte Zunftzeichen der Zimmerleute von 1658 sind ebenso zu sehen, wie historische Wappen der Stadt.

Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. Nach der Überarbeitung wurde auch das Kapitel zur Geschichte der Lederfabriken mit aufgenommen. Auf der Tafel zur Geschichte des Schulwesens findet sich unter anderem auch das Schulzeugnis des Pantoffelmachers Adolf Wess. Ein Besuch in der Ausstellung lohnt sich, vor allem, wenn man Zeit mitbringt. Das Kreismuseum auf der Schlossdomäne ist dienstags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr geöffnet.