Rogätz. Mit einem wohl bis nach Burg zu hörenden Ehrensalut aus sieben Kanonen huldigten am Sonnabendmorgen die Kanoniere der Böller-Batterie des Kreisschützenverbandes der Schutzpatronin allerKanoniereundFeuerwerker, der heiligen Barbara, am Rogätzer Elbufer. Anlass war die Barabarafeier der Mitglieder des Kreisschützenverbandes.

Patronin schützt viele Berufsgruppen

Die heilige Barbara ist die Schutzheilige aller Zünfte und Berufsgruppen, die mit Feuer und Tod in Berührung kommen ( können ). Dazu gehören unter anderem die Bergleute, Geologen, Glockengießer, Schmiede, Artilleristen, Pyrotechniker und Feuerwehrleute. Santa Barbara zählt zu den 14 Nothelfern und wird gegen Gewitter, Feuergefahr, Fieber, und plötzlichen Tod angerufen.

Vor dem gemeinsamen Barbara-Frühstück versammelten sich die Kanoniere aus den Schützenvereinen von Eichenbarleben, Rogätz, Barleben, Wolmirstedt und von der Haldensleber Schützengilde. Die Schützengilde war gleich mit drei Kanonen an das Elbufer gerollt. Wolfgang Rost, stellvertretender Vorsitzender des Kreisschützenverbandes, gab das Kommando zu drei Reihenfeuern und einem gemeinsamen Kanonenfeuer in die morgendliche Stille.

" Wir schießen nicht, wir böllern ", betonte Rost vor dem Donnerwetter am Elbestrand, das zahlreiche Schaulustige anzog. Aber selbst für das Erzeugen des Knalls aus den Kanonenrohren bedarf es einer immer wieder zu erneuernden Qualifikation der Kanoniere. Auch die Kanonen werden alle vier Jahre beschossen, um die Sicherheit des Böllerns für Jedermann zu gewährleisten. Beim Barbara-Frühstück tauschten die Schützen ihre Erfahrungen im zu Ende gehenden Jahr aus. Auch eine umfangreiche Belehrung über die aktuellen Sicherheitsbestimmungen wurde vollzogen, damit es auch weiterhin sichern krachen kann in den Weiten des Landkreises Börde.