Wolmirstedt. Hans-Joachim Wolf, verdienstvoller Vorsitzender des Wolmirstedter Schützenvereins, hat noch eine zweite große Passion – das Bogenschießen. Zur Jahrtausendwende, so kann er sich noch gut erinnern, hat der heue 56-Jährige in Jersleben den ersten Pfeil abgeschossen. Dieser Verein aber hat sich inzwischen aufgelöst, sind die Bogenschützen " übergelaufen " und befinden sich seit 2008 unter dem großen Dach des Schützenvereins in der Ohrestadt. Wie wiederum Beate Wolf, die gute Seele der Abteilung, weiß, boomt diese außergewöhnliche Sportart mit Pfeil und Bogen seitdem. Waren es Ende des vergangenen Jahres lediglich drei Bogenschützen, die ihrem Hobby nachgingen, so traten an diesem Montag zehn von 13 aktive Sportler beim 1. Weihnachts-Bogenschießen an die Ausgangslinie. " Allein die Teilnehmerzahl ", so betont Beate Wolf, " war ein Achtungserfolg. Und die erzielten Ergebnisse, können sich auch allemal sehen lassen. " Nun verriet die Abteilungsleiterin vor dem Wettkampf, das Bogen nicht gleich Bogen ist, dass die einen mit, die anderen ohne Visiereinrichtung schießen.

Um aber Chancengleichheit beim Wettkampf zu erzielen, wurden die einzelnen Ergebnisse der Schützen ins Verhältnis zum jeweiligen Landesrekord gesetzt. Gewonnen hat nach 30 Schuss ( im Wettkampf werden 60 Pfeile verschossen ) Sandra Buer. Sie brachte es auf 229 von 300 möglichen Ringe. Das waren 66, 6 Prozent zum bestehenden Landesrekord.

Daniel Stage, der sich 256 Ringe gutschreiben ließ, kam nur auf Platz drei, da es lediglich 45, 7 Prozent zum bestehenden Rekord waren. Platz zwei übrigens belegte Sven Bergmann.