Für den rund 90 Mitglieder umfassenden Kanuverein war das zu Ende gehende Jahr wieder ein sportlich sehr erfolgreiches. Einer der jüngeren Kanuten, Morris Limpert, wechselte aufgrund seiner herausragenden Erfolge sogar ins Landesleistungszentrum nach Magdeburg. Als " Ersatz " für den Verlust des Nachwuchssportler überreichte Landestrainer Mark Zabel den Elbeuer Kanuten jetzt symbolisch ein hochwertiges Paddel.

Elbeu. Die kleinsten Nachwuchs-Kanuten sitzen noch nicht in einem Boot. Für sie sieht das Trainingsprogramm einmal pro Woche Sport in der Turnhalle der Leibniz-Schule vor. Laufen, klettern, toben – die Hauptsache ist, dass die Mädchen und Jungen Spaß an der Bewegung haben.

Genau so hat auch Morris Limpert angefangen. Lutz Neumann erkannte schnell, welche Talente in dem Jungen schlummern. Der Trainer erinnert sich : " Als er das erste Mal im Canadier kniete, schaffte er es ohne Sturz ins Wasser bis zur Mitte des Kanals. Das war schon einmal etwas Besonderes. " Auch beim Training oder in den Wettkämpfen zeigte sich, dass da ein Athlet heranwächst, der es weit bringen kann. Und wenn sein Trainer voller Stolz über den " heranwachsenden Nachwuchssportler " spricht, dann meint er das auch im übertragenen Sinn. Misst Morris doch in seinem jungen Alter schon beachtliche 1, 90 Meter.

Nach seinen drei 2. und dem 3. Platz bei Deutschen Meisterschaften sowie Erfolgen auf Landesebene wurde auch Mark Zabel auf den jungen Zielitzer aufmerksam. Zabel, selbst Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister, arbeitet seit 2006 als Landestrainer. Er wirft schon aus Berufsgründen ein Auge auf die Nachwuchstalente. Deshalb erhielt Morris Limpert die Chance, vom Elbeuer Verein ins Landesleistungszentrum mit angeschlossenem Internat nach Magdeburg zu wechseln. Statt wie bisher dreimal, kann der Jugendliche dort fünfmal die Woche trainieren und sich optimal auf Wettkämpfe vorbereiten.

Deshalb war der vielfach Gelobte auch nicht persönlich dabei, als Zabel den hiesigen Kanuten am Montag ein Paddel überreichte. " Das soll ein kleines Dankeschön darstellen. Für das Landesleistungszentrum ist es ein Lebensnerv, Talente aus regionalen Vereinen zu bekommen. Im Gegenzug erfahren diese dann eine Rundumbetreuung, die nur eine Sportspezialschule bieten kann. Ziel des langfristigen Leistungsaufbaus ist es, die Sportler an die Weltspitze zu führen ", erklärte Zabel bei der Übergabe. Vor Morris Limpert hat der Elbeuer Verein mit Vanessa Ahlert vor zwei Jahren schon mal eine talentierte Sportlerin ans Leistungszentrum delegiert.

Lutz Neumann und die von ihm trainierten Jugendlichen freuten sich über das Canadier-Paddel, das einen Wert von gut 200 Euro hat. Aber natürlich werden Max und Felix Beining, Felix Gebhardt, Philipp und Alexander Kohlrausch, Lucas Tramm und Lucas Lüddecke den achten Mann in ihrem Boot vermissen, den sie aber sicher bei kommenden Wettkämpfen wiedersehen.