Wolmirstedt ( cl ). Wer einen geliebten Menschen verliert, kann bei der Entscheidung über die letzte Ruhestätte aus verschiedenen Bestattungsformen wählen. Seit 2007 bietet die Stadt neben den normalen Gräbern auch eine Urnengemeinschaftsanlage an. Dabei werden die Gräber mit Platten bedeckt, auf denen die Namen der Verstorbenen stehen. Angehörige können durch das Ablegen von Blumen der Toten gedenken. Die Nachfrage nach diesen Grabstellen stieg, sodass im vergangenen Jahr eine Erweiterung der Anlage vorgenommen wurde.

Auf dem zentralen Friedhof der Stadt besteht auch die Möglichkeit der anonymen Bestattung, im Volksmund " grüne Wiese " genannt. In den Ortschaften gibt es dieses Angebot bisher nicht, wie Eigenbetriebsleiter Wilfried Frenkel auf Nachfrage der Volksstimme erklärte. Bürger der Ortschaften, die sich aus verschiedenen Gründen für diese Bestattungsform entscheiden, können das nur auf dem städtischen Friedhof realisieren lassen.

Werner Teige ( CDU ) fragte auf der außerordentlichen Sitzung des Farsleber Ortschaftsrates an, ob so etwas nicht auch auf dem Friedhof der Ortschaft möglich sei. " Verschiedene Bürger haben mich in meiner Funktion als Ortschafstrat angesprochen und darum gebeten, das zu thematisieren ", erklärt Teige seine Beweggründe. Ob man aus Altersgründen die Grabpflege nicht mehr schafft, vor den hohen Kosten zurückschreckt oder umzieht – die Wahl einer anonymen Grabstelle kann viele Ursachen haben. " Weil der Friedhof der Kirche gehört, müssen aber natürlich der Gemeindekirchenrat und der Pfarrer in dieser Frage gehört werden ", gab Teige schon eine Diskussionsrichtung vor.

Die Ortschaftsräte sowie Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander entschieden, genau so zu verfahren. Auf den ordentlichen Ratssitzungen, die Anfang des Jahres wieder losgehen, soll über das Thema erneut beraten werden.