Groß Ammensleben. Bei den Personalausgaben entstehen der Einheitsgemeinde Niedere Börde im kommenden Jahr Mehrausgaben gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr. Hintergrund sind die anstehenden Tarifverhandlungen. Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst läuft zum 31. Dezember aus. Kämmerin Regina Schreiber rechnete beim Aufstellen des Haushaltes mit einer Anpassung der Löhne und Gehälter in Höhe von drei Prozent. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies eine Mehrausgabe im Umfang von 44 100 Euro dar, betroffen sind alle 104 Beschäftigten der Gemeinde. Die Gewerkschaft Verdi fordert insgesamt fünf Prozent mehr Lohn. Der neue Tarifvertrag soll bis Ende 2010 laufen. Die Tarifverhandlungen für die Angestellten der Kommunen und des Bundes beginnen am 13. Januar in Potsdam.

Die Gemeinde Niedere Börde hat in den zurückliegenden Jahren erste Maßnahmen zur Konsolidierung ihres Haushaltsplanes bezüglich der Personalausgaben eingeleitet. Fast alle Mitarbeiter sind nicht mehr vollbeschäftigt angestellt. Die wöchentliche Arbeitszeit wurde auf 35 Stunden reduziert, das entspricht 87, 5 Prozent der Regelarbeitszeit. Im abgelaufenen Jahr wurde eine Stelle für die Einführung der Doppik eingerichtet. Sie wird 2010 besetzt. Die entsprechende Person muss eine Vielzahl Daten erfassen und pflegen und so umfangreiche Vorarbeiten zur Umstellung der Kameralistik auf die doppische Buchführung leisten. Die Übernahme der Kosten für diese Stelle durch das Innenministerium erfolgt befristet für zwei Jahre.

Im Jahr 2009 erfolgte zur Senkung des Altersdurchschnittes in der Verwaltung die Einstellung eines Auszubildenden. Im Jahr 2010 soll eine ausgebildete Verwaltungsfachangestellte in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

In der Niederen Börde wurden mit 25 Beschäftigten Altersteilzeitverträge in Form von Blockmodellen ( Arbeitsphase-Freizeitphase ) abgeschlossen. Zehn Beschäftigte sind in den Vorjahren aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden. Ab 2010 befinden sich 15 Mitarbeiter in Altersteilzeit. Im unmittelbaren Verwaltungsbereich sind es sieben, im Bereich der Kindertagesstätten fünf und im Bereich Betriebshof drei Beschäftigte.