Barleben. Die Astronomischen Himmelskundler der Schulsternwarte " Galilei " in Barleben luden am vergangenen Freitag wieder zum öffentlichen Beobachtungsabend ein. Die gute Meldung vorab : Endlich ließ das Wetter einen freien Blick gen Himmel zu. Und das im November, wo man als Sterngucker gerade am späten Abendhimmel herrlich und vor allem deutlich den Wechsel der Jahreszeiten verfolgen kann. Was auch zahlreiche Besucher nutzten, um mit fachkundiger Unterstützung den Himmel zu entdecken.

Da aber das Platzangebot in der Sternwarte eingeschränkt ist, erklärte Thomas Pfister den abendlichen Himmel vom Schulhof aus. Hilfreich erwies sich neben der vielbeachteten Sternkarte auch sein selbstgebautes Teleskop. Zwar besteht es " nur " aus einem Abflussrohr und einer Kakaodose, doch somit konnte er eindrucksvoll demonstrieren, dass " jedes Fernrohr seinen eigenen Horizont hat ".

Martin Nischang, Leiter der Beobachtungsgruppe, zeigte nebenbei die Sternbilder am Firmament und wies auf Auffälligkeiten am Himmel hin. Und welch Wunder : Zur Überraschung aller überflog die eindrucksvoll hell strahlende Internationale Raumstation ISS die Ortschaft Barleben.

Im Anschluss konnten die rund 20 Besucher durch die Teleskope der Schulsternwarte blicken. Durch das Linsenteleskop beobachteten die Gäste eindrucksvoll den riesigen Gasplaneten Jupiter mit seinen vier galileischen Monden. Auch die für den Gasriesen bekannten zwei Wolkenbänder waren deutlich zu erkennen. Das Spiegelteleskop hingegen bot durch seine große lichtsammelnde Fläche eindrucksvolle Blicke auf offene Sternhaufen, neben den Plejaden auch auf die mit bloßem Auge zu sehenden " H und Chi Persei ".

Zu früh gefreut. Aufziehende Bewölkung machte den Hobbyastronomen einen " Strich durch die Rechnung ", weshalb der Beobachtungsabend gegen 22 Uhr abgebrochen wurde. Doch noch eine Chance gibt es in diesem Jahr : Am 18. Dezember erhoffen sich die Himmelskundler endlich einen durchgehenden " sternenklaren Himmel ".