Wolmirstedt. Das Ausästen oder Auslichten von Bäumen ist von Fall zu Fall zwingend notwendig, erfordert aber eine umsichtige Vorgehensweise und sollte nur vom Fachbetrieb vorgenommen werden. " Hierbei ist nicht nur die so genannte Problemfällung ein Sicherheitsrisiko, sondern auch der Umgang mit der Technik ", weiß Gudrun Matthey, Schulleiterin der Gerhard-Schöne-Schule. " Weshalb ich mich so sachkundig gemacht habe ? Ganz einfach, weil wir auf unserem Spielplatz ein Vielzahl von Bäumen haben, und wir die Kinder keiner Gefahr aussetzen wollen, wenn sie sich im Freien aufhalten. "

In den vergangenen neun Jahren, so die Schulleiterin, gab es keinen Handlungsbedarf, fühlten sich alle unter dem grünen Laubdach gut aufgehoben. Doch der Zahn der Zeit hinterließ am Baumbestand in der Samsweger Straße seine Spuren, " zeigte sich, dass der eine oder andere Baum krank war, was sich schon äußerlich an seiner Krone zeigte ", erläutert die Schulleiterin. Und Gudrun Matthey kennt auch die Symptome : " Die Blätter verfärben sich. Sie werden gelblich, rötlich oder braun, abgestorbene fallen ab. Später werden weniger Knospen angelegt. Schon im Frühjahr treibt der Baum weniger Blätter aus. Die jungen Triebe sind deformiert, ganze Zweigpartien werden dürr und sterben ab. Die geschwächten Bäume sind empfänglicher für weitere Schädigungen, werden so zu einer Gefahr für unsere Kinder. Dann heißt es, sofort zu reagieren. "

Was durch den Träger der Schule, das Landratsamt auch umgehend geschah. Am vergangenen Sonnabend, also lange nach dem letzten Klingelzeichen, rückte eine Spezialfirma aus Wellen an. Baumpfleger Mario Heinrichs und sein Team hatten den ganzen Tag über zu tun, um die neun Bäume, die beanstandet wurden, zu entästen. Mit Motorsäge und Handsäge entfernte er selbst im entlegensten Winkel die trockenen Äste.

Als die Mädchen und Jungen gestern Vormittag wieder zur Schule kamen, war die Arbeit getan, die ausgesägten Äste entsorgt. Nur das Wetter war nicht dazu angetan, nach dem Unterricht auf dem Spielplatz herumzutoben.