Gutenswegen. Seit geraumer Zeit lenkt eine junge und außergewöhnliche Stimme in der Niederen Börde die Bewunderung nicht nur gestandener Musikfreunde auf sich. Mit ihrem musikalischen Talent vermag es die Sopranistin und Musikpädagogin Nadine Duwe, unvermittelt alle in den Bann ihrer künstlerischen Aura zu ziehen.

So erst kürzlich geschehen, als die junge Frau bei der Präsentation des Buchnachdrucks von Wilhelm Rauch mit plattdeutschen Geschichten in Gutenswegen eine eigene Komposition des Widmungsgedichtes " Heimat, o Heimat " vortrug und das Publikum sowohl mit der eingängigen modernen Melodie als auch mit ihrer klaren, hell aufschwingenden Sopranstimme begeisterte.

Die Vermittlung für dieses Musikstück war durch ihren Mentor Rüdiger Pfeiffer zustande gekommen, wodurch nach der Messe des Studenten Jens Klimek in Gutenswegen bereits eine zweite Uraufführung stattfinden konnte.

Schon einmal, vor zwei Jahren, hatte sich Nadine Duwe speziell mit der Natur und Lebensweise, der Kultur und Geschichte der Börde befasst, als sie 2008 für den Text des Ostfalen-Liedes von Kurt Marholz eine neue Melodie schuf und sie dem Vorsitzenden der DEUREGIO Ostfalen, Rolf Reinemann, bei einem Musikschul-Konzert mit ihrem Gesangsensemble vortrug. Dass sie dabei stets den Ton der Landschaft und das Gefühl ihrer Menschen trifft, zeugt von dem hervorragenden emotionalen Einfühlungsvermögen der Künstlerin. Geboren 1975 in Bernau, verbrachte sie ihre Jugendjahre im Berliner Umkreis. Der Blockflöte folgten Gitarrenunterricht an der Musikschule, eine Ausbildung in Musiktheorie, das Singen im Schulchor und Klavierunterricht. Beim berühmten Internationalen Chorfestival Riva del Garda in Italien durfte sie bereits als Chorsolistin auftreten und bei Jugend musiziert ihr Talent erfolgreich vorstellen. Ihre Diplomarbeit schrieb sie später bei dem bekannten Musikwissenschaftler, Hochschullehrer und Dozenten Dr. Rüdiger Pfeiffer, der sie auch als ausgewiesener Experte für Musikgeschichte, Interpretation und Aufführungspraxis auf dem Weg zu Stilsicherheit und Improvisationskunst betreute. Ihr Dozent eröffnete ihr zugleich die Möglichkeit, mit dem Akademischen Orchester Opernpartien zu studieren und aufzuführen, so zum Beispiel in Magdeburg, in Helmstedt und in Haldensleben.