Feuchtes Mauerwerk trockenzulegen und abzudichten ist nicht leicht – aber auch nicht unmöglich ! In Glindenberg – und zwar an der Kindertagesstätte und der Sporthalle – wurde in den vergangenen Wochen sehr anschaulich der Nachweis erbracht.

Glindenberg. Dirk Baensch, Sachgebietsleiter Hochbau, hob gestern Vormittag bei einem Vor-Ort-Termin hervor : " Wie in der Medizin wird bei der Mauertrockenlegung oft nur an Symptomen herumkuriert, die wirkliche Ursache aber oft nicht beseitigt. So kann es nicht darum gehen, feuchtes Mauerwerk nur abzudichten und somit die Feuchtigkeit zu konservieren. Vielmehr muss eine genaue Schadensanalyse erfolgen und – wie es das Wort Mauertrockenlegung verspricht – das feuchte Mauerwerk so gut wie möglich ausgetrocknet werden. Erst dann sollte man die Abdichtung erneuern. "

Und genau das geschah bei der Sanierung der Nordfassade der Kindertagesstätte auf einer Fläche von 400 Quadratmetern, das wurde ebenfalls bei der Sanierung der 90 Quadratmeter großen Fassade der Turnhalle beachtet. Dies war nur ein Punkt bei den Bauarbeiten, wie der Sachgebietsleiter erläutert, " gleichzeitig wurde im Vorfeld darauf großer Wert gelegt, dass ein Vollwärmeschutz aufgebracht wurde, der höchsten Energiesparnormen entspricht ".

Das Ergebnis – optisch wie funktionell – kann sich sehen lassen. Die Mädchen und Jungen der Kita, die bei ihrem täglichen Gang zum Spielplatz die Sporthalle durch eine Seitentür queren, sind begeistert. Was nachvollziehbar ist, wie Dirk Baensch bestätigt, " denn das Wort Fassade an der Sporthalle war in der Vergangenheit völlig fehl am Platz. Kaum Putz, so dass das Mauerwerk zu sehen war, einfach unansehnlich. "

Das ist Geschichte, was noch fehlt, ist der Einbau einer zusätzlichen Tür. " Da die Sporthalle auch von der Gemeinde für Veranstaltungen benutzt wird ", so der Sachgebietsleiter, " war sie zwingend notwendig. Und sie wird zudem überdacht sein. Spätestens Mitte Dezember werden die Arbeiten abgeschlossen sein. "

Der Ortschaftsrat hatte für die Baumaßnahmen im September " Grünes Licht " gegeben. Insgesamt 70 000 Euro waren für beide Maßnahmen veranschlagt, die nicht zufällig in zwei Abschnitte geteilt sind. Was letztlich darin begründet war, da das Geld aus unterschiedlichen Fördertöpfen kam. "

So flossen im ersten Bauabschnitt Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II, und zwar in Höhe von 23 800 Euro. Im zweiten Bauabschnitt kamen die Mittel aus der investiven Zuweisung für kommunale Zusammenschlüsse – also das Geld, das Wolmirstedt für die Eingemeindung der Ortschaften erhalten hat. Diese betrugen 26 900 Euro.

" Am 19. Oktober war Baubeginn ", weiß der Sachgebietsleiter, " das heißt, bis heute liegen wir voll im Zeitplan. "