Als sich am vergangenen Freitag die Selbsthilfegruppe Wolmirstedt / Barleben der Blinden und Sehbehinderten in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität traf, hatte das einen besonderen Grund : Sie verabschiedeten ihren langjährigen, engagierten Vorsitzenden, Heinz Burghardt, aus seinem Ehrenamt.

Wolmirstedt. Seit Anfang der neunziger Jahre leitete Heinz Burghardt die Geschicke dieser rührigen Gruppe mit ihren gegenwärtig 19 Mitgliedern, die sich unter seiner Leitung im Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen-Anhalt viel Anerkennung und Wertschätzung erworben hat.

Und so gab es für den scheidenden 83-jährigen Vorsitzenden an diesem Nachmittag viele lobende Worte von seiner Gruppe, aber auch von offizieller Seite, verbunden mit Ehrungen sowie Blumen und kleinen Aufmerksamkeiten. Auch von den benachbarten Selbsthilfegruppen, so unter anderem aus Haldensleben, was einmal mehr das über viele Jahre gewachsene Gefühl der Zusammengehörigkeit bewies.

Insbesondere würdigte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Nord mit Sitz in Stendal, Jürgen Soisson, im Auftrag des Landesverbandes mit einer Urkunde die ehrenamtlichen Leistungen von Heinz Burghardt zum Wohle der Blinden und Sehbehinderten in Sachsen-Anhalt. Dafür gab es viel Beifall, aber ebenso auch für die Ehrung mit dem " Silbernen Stadttaler ", die die Stellvertreterin des Bürgermeisters, Marlies Cassuhn, im Auftrag des Stadtoberhauptes vornahm.

Die Selbsthilfegruppe hält schon etliche Jahre engen Kontakt mit der Stadtverwaltung. So war Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander wiederholt im Rahmen ihrer monatlichen Veranstaltung bei der Gruppe zu Gast und informierte über anstehende kommunale Vorhaben in der Stadt.

Heinz Burghardt bedankte sich für die herzliche Verabschiedung. " Aber auch künftig werde ich euch noch mit Rat und Tat zur Seite stehen ", sagte er und brachte außerdem seine Freude darüber zum Ausdruck, dass nun das jüngste Mitglied in der Gruppe, der 23-jährige Kevin Brentrop aus Wolmirstedt, den Vorsitz übernimmt. " Ich stelle mich der neuen Aufgabe, will die bisher beständige Arbeit in unserer Selbsthilfegruppe weiterführen ", erklärte dieser, " und dabei sicherlich auch mal etwas Neues ausprobieren.