Wolmirstedt ( cl ). Keine Ruhe lässt dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Heinz Maspfuhl die Kostenfrage für den Radweg an der Rogätzer Straße. Dass auch er den Lückenschluss begrüßt, daran ließ Maspfuhl auf der Sitzung des Hauptausschusses am Montag keinen Zweifel. " Aber warum sind die Kosten dafür so explodiert ? Und wieso zahlt der Landkreis von den geplanten Gesamtkosten, die mit 180 000 Euro beziffert sind, nur eine Pauschalsumme in Höhe von 42 500 Euro ? Die unterschiedlichen Anteile sind unverhältnismäßig ", so der Stadtrat. Auch den Prozess der Vergabe an das Magdeburger Planungsbüro wollte er vom Bürgermeister untersetzt wissen.

Dieser erklärte, dass die ersten Planungsgespräche zum Lückenschluss des Radweges zwischen dem Discounter und dem mittlerweile leerstehenden Autohaus schon gut anderthalb Jahre zurückliegen. Zander bestätigte, dass man damals von gut 85 000 Euro Baukosten ausgegangen sei, die der Landkreis und die Stadt je zur Hälfte tragen sollten. Seinen Anteil – also 42 500 Euro – würde der Landkreis auch jetzt beibehalten, " wo wir aber eine grundlegend andere Situation vorfinden ", beschrieb der Bürgermeister den Diskussionsverlauf der Vergangenheit. Dachte man damals noch daran, einen " drei Meter breiten Ackerstrich als Radweg " zu bauen, so Zander, wäre dies jetzt nicht mehr möglich.

Anlass für das Umdenken sei zum Beispiel, dass manche Eigentümer dieser Flächen nicht mehr verfügbar seien oder die vorgeschlagene Lösung nicht wollten. " Also wurde entschieden, den Radweg an die Straße heran zu verlegen und als kombinierten Geh- und Radweg zu bauen. Und für die Kosten des Gehweges ist die Stadt verantwortlich ", so Zander vor den Mitgliedern des Hauptausschusses. Die Kostensteigerung begründe sich in der geänderten Art und Weise des Bauvorhabens und den dadurch nötig werdenden Zusatzmaßnahmen wie das Setzen von Borden und die Regenentwässerung.

Nach dieser Erklärung wurde die Vorlage einstimmig zur Entscheidung in den Stadtrat empfohlen. Allerdings baten Heinz Maspfuhl, Uwe Claus ( CDU ) und der Bauausschussvorsitzende Dirk Hummelt ( CDU ) darum, die Vergabepraxis zu überdenken. Auch wenn die Möglichkeit besteht, bis zu einer Bausumme von 500 000 Euro diese im Rahmen der laufenden Verwaltung und ohne Beschluss zu tätigen, " so wäre es gut, wenn man den Stadtrat über das angedachte Planungsbüro informiert, bevor man eine Maßnahme beauftragt ", so Uwe Claus. Den Räten ginge es dabei nicht um Kritik am dem Büro, das den Radweg geplant hat, sondern darum, durch die " Offenlegung Vorbehalte auszuräumen. Nur so ist es sauber ", argumentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende.