Landkreis Börde. Der Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt hält weiter an. Auch im Oktober sanken die Zahlen der Agentur für Arbeit Magdeburg im Bezirk. Aktuell waren 33 320 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 1 850 beziehungsweise 5, 3 Prozent weniger als im Vormonat. Insgesamt aber sind die Zahlen schlechter als im Vorjahr, denn im Oktober 2008 waren es 1 691 Arbeitslose weniger.

Dennoch herrscht angesichts des überraschend kräftigen Herbstaufschwungs auf dem Jobmarkt " Goldene-Oktober " - Stimmung. Auch im Landkreis Börde, wo 8, 9 Prozent der Beschäftigten ohne Arbeit sind. Im September waren es noch 9, 4 Was vor allem den Optimismus der Agentur für Arbeit im Lande nährt : Die wirtschaftliche Lage hat sich entgegen allen Unkenrufe im zweiten Halbjahr leicht verbessert. So verzeichnet die offizielle BA-Statistik schon den vierten Monat in Folge (!) sinkende saisonbereinigte Arbeitslosenzahlen. Und auch der befürchtete Jobabbau verlief nach Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes bisher unerwartet moderat.

In konkreten Zahlen drückt sich das für die vier Geschäftsstellenbereiche wie folgt aus : In Wolmirstedt, mit einer Arbeitslosenquote von 7, 7 Prozent wieder Spitzenreiter, sank die Quote um 0, 5 Prozent. Das bedeutet aber dennoch, dass 2 392 Menschen ohne jede Beschäftigung sind.

In Haldensleben sind 1 426 Männer und 1 226 Frauen ohne Arbeit, liegt die Arbeitslosenzahl jetzt bei 8, 2 Prozent. Im September dieses Jahres waren es 8, 4. Einen Grund für den positiven Trend sehen Experten darin : Viele Firmen nehmen seit Monaten eine Unterauslastung ihres Personals in Kauf. Womöglich wollten sie mit dem Verzicht auf Entlassungen einem Fachkräftemangel vorbeugen. Die Zahlen in Oschersleben sagen nur wenig darüber aus. Doch auch hier ist die Zahl der Arbeitslosen seit Monaten weiter rückläufig, liegt sie heute bei 2 568. Erstmals seit vier Monaten sank damit die Arbeitslosenquote unter die 12-Prozent-Grenze, liegt sie heute bei 11, 9 Prozent.

In Wanzleben dagegen liegt die Arbeitslosenquote bei 9, 1 Prozent, sind mit 1 645 zumindest zahlenmäßig die wenigsten Arbeitslosen registriert. In Zukunft aber rechnen die Fachleute angesichts der Wirtschaftskrise nur noch mit einer ganz leichten Herbstbelebung, bevor der Winter sicherlich für einen starken Anstieg der Erwerbslosenzahlen sorgen dürfte.