Groß Santersleben. Noch in diesem Herbst sollen die Bagger an den Teich am Mammendorfer Weg rollen. Die Gemeinde will den ersten Bauabschnitt mit der Umgestaltung des Teichgeländes beginnen. Im nächsten Jahr soll der zweite Abschnitt, vor allem mit Baumund Heckenpflanzungen im Rahmen einer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme durch einen Windradbauer erfolgen.

Auftragsvergabe wird

demnächst erfolgen

" Wir bereiten zurzeit die Auftragsvergabe für den ersten Bauabschnitt vor. Der Gemeinderat soll die Bauleistungen in der Ratssitzung am nächsten Mittwoch vergeben ", erklärte gestern Rüdiger Schmidt, stellvertretender Leiter des Bauamtes der Hohen Börde.

Für bisher geschätzte 50 000 Euro will die Gemeinde den Teich vertiefen und vergrößern. Auch die gefällten Bäume könnten bewegt werden. Der jetzige Teich mit einer Fläche von etwa 1 000 Quadratmetern soll in Richtung Osten erweitert werden. 700 Quadratmeter kommen im Rahmen der Baumaßnahme hinzu. Ein Teil dieser Erweiterungsfläche wird ein Röhrichtbereich sein. Mit dem Aushub der Erweiterungsfläche soll in Richtung der Autobahn ( Raststätte ), am Standort der inzwischen gefällten Pappeln, ein Lärm- und Sichtschutzwall gebaut werden. Auf dem Wall ist eine Benjeshecke vorgesehen, deren Grundlage Teile der gefällten Pappeln sein sollen. Benjeshecken dienen der Tierwelt als idealer Lebensraum und Rückzugsgebiet.

Vertiefung und Vergrößerung des Teiches könnten nach Ansicht des Bauamtes von den vorhandenen 50 000 Euro finanziert werden. Außerdem finanzierbar ist innerhalb des ersten Bauabschnitts die Errichtung einer kleinen Insel in der Teichmitte sowie eines kleinen Steges am Teichufer. Ob alle Teilmaßnahmen des ersten Bauabschnitts noch in diesem Herbst abgeschlossen werden können, hängt von der Witterung ab. Baubeginn soll auf jeden Fall Anfang November sein.

Beseitigung der gefällten Pappeln hat Priorität

" Priorität hat dabei die Beräumung des Geländes von den gefällten Pappeln, damit der Anblick am Teich schnell ein besserer wird. Was wir dann an den restlichen Maßnahmen in diesem Jahr nicht mehr schaffen, wird im Frühjahr des kommenden Jahres erledigt ", erklärte Rüdiger Schmidt.

Für die weitere Gestaltung im Zuge eines zweiten Bauabschnitts konnte die Gemeinde eine Windkraftfirma gewinnen. Die muss wegen ihrer Anlagen in der Gemarkung Groß Santersleben Ausgleich für den damit verbundenen Eingriff in Natur und Landschaft schaffen. In Absprache mit der Gemeinde sollen im Rahmen dieser Ausgleichsmaßnahmen Baum- und Heckenpflanzungen am Teich erfolgen – auch als Lärm- und Sichtschutz zur Autobahn. Ruhezonen für die Wanderer und Spaziergänger sind geplant. Der Teich soll nach Abschluss der Umgestaltungsarbeiten durch einen Rundweg umwandert werden können.

" Wir denken, dass wir mit diesem Projekt den Groß Santerslebern und den Naturfreunden aus der ganzen Umgebung ein schönes Naherholungsgebiet schaffen ", betonte Bürgermeister Andy Zacke zuversichtlich.