Die traditionelle Sternwanderung am Tag der Deutschen Einheit musste in diesem Jahr ausfallen. Bei den Vorbereitungsarbeiten für das beliebte Volksfest waren Bundeswehrsoldaten am Donnerstag auf Altlasten gestoßen. In Born gab es dennoch eine Festveranstaltung.

Born. Mit dem großen Zapfenstreich und der Nationalhymne, gespielt vom 6. Musikkorps der Bundeswehr ( allerdings vom Tonträger ), verabschiedete Bürgermeister Klaus Dräger am Sonnabend seinen Gemeinderat. Er hatte nach der Absage des Jägerstiegtreffens kurzfristig zu einer Feier in die Sporthalle eingeladen.

" Die Einladungen habe ich am späten Donnerstagabend noch an alle Haushalte verteilt, als ich das neueste Amtsblatt ausgetragen habe ", berichtete der umtriebige Bürgermeister. Er hatte nicht nur für jeden Besucher der Festveranstaltung ein kleines Andenken an den diesjährigen Tag der Deutschen Einheit vorbereitet – die originellen Getränkeuntersetzer sollte jeder Jägerstieg-Besucher bekommen –, sondern auch Abschiedspräsente für seine Ratsmitglieder. Jedes Gemeinderatsmitglied bekam eine Ehrenurkunde und einen Ehrenteller.

Born hat künftig nur einen Sitz im Rat

" Leider endet in diesem Jahr die mehr als 800-jährige Geschichte unserer Gemeinde als selbständiges Dorf ", bedauerte Klaus Dräger, der dafür die seiner Meinung nach unsinnige Gemeindegebietsreform der Landesregierung verantwortlich machte. Als Folge dieser Reform wird Born seine kommunalpolitische Eigenständigkeit aufgeben müssen und ab 1. Januar ein Teil der Gemeinde Westheide werden, gemeinsam mit Hillersleben und Neuenhofe.

" Es ist bedauerlich, dass wir als Borner im Gemeinderat der künftigen Gemeinde Westheide lediglich mit einem von zwölf Sitzen vertreten sind, obwohl es in Born mit 74 Prozent eine gute Wahlbeteiligung gegeben hat ", schimpfte der Bürgermeister über die Unwägbarkeiten der Reform besonders für die kleineren Gemeinden.