Für die Kinder des Evangelischen Kindergartens war der Sonntag ein aufregender Tag. Nachdem sie das Programm des Familiengottesdienstes zu Erntedank mitgestaltet hatten, standen die Umbenennung ihrer Einrichtung und ein Herbstfest auf dem Programm.

Wolmirstedt. Neugierig blickten die Kinder am Sonntag auf das Schild, das vor dem Tor des Kindergartens am Kirchplatz aufgestellt worden war. Aber nicht einmal der starke Wind hob das verhüllende Bettuch so weit, dass man hätte erkennen können, was darauf abgebildet war. Gemeinsam mit dem Superintendenten Uwe Jauch lüftete Katrin Pesch dann das Geheimnis.

" Evangelische Kindertagesstätte St. Katharinen Wolmirstedt " steht in schwarzer Schrift auf dem gelben Schild zu lesen, dass auch die Kinderzeichnung einer Kirche zeigt. Mit der Enthüllung des Schildes wurde die Einrichtung am Kirchplatz, die bisher nur als Evangelischer Kindergarten in aller Munde war, offiziell umbenannt.

" Dabei arbeiten wir schon seit über 15 Jahren als Kindertagesstätte, diese Umbenennung war also schon lange überfällig ", erläuterte Katrin Pesch. Im Unterschied zu einem Kindergarten werden in der Kindertagesstätte auch Jungen und Mädchen unter drei Jahren betreut. Die Einrichtungsleiterin erklärte den anwesenden Eltern und Gästen noch einmal, warum dieses Jahr so ein besonderes für die Evangelische Kita war. Nicht nur, dass man den 160. Geburtstag der Einrichtung gefeiert hätte, es wurden zusätzlich ein neues Spielgerät und neuer Sand für die Außenanlagen angeschafft und eine Hausmeisterin eingestellt.

Superintendent Uwe Jauch gratulierte zur Umbenennung, die verdeutlicht, dass die Kindertagesstätte eine Einrichtung der Kirchengemeinde, aber dennoch für alle Kinder offen ist. Für die Kinder, die derzeit am Kirchplatz betreut werden, ist der Name ihrer Einrichtung ganz egal. Direkt nach der Umbenennung stürmten sie voller Vorfreude auf den Hof und ins Gebäude. Schließlich wurde Herbstfest gefeiert, warteten ein Hüpfekissen, Ponyreiten und Kartoffeldruck darauf, ausprobiert zu werden.