Glindenberg. Im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte wird in der Ortschaft Glindenberg häufig gefeiert. Einen Anteil an diesem großen Party-Aufgebot haben natürlich auch die Feuerwehr und deren Förderverein. Vor drei Jahren entstand die Idee, ein Kartoffelfest zu veranstalten. " Im August und September war hier schon immer so viel los, da brauchten wir noch etwas für den Oktober ", erklärt Fördervereinsvorsitzender Heinz Kühne schmunzelnd die Entstehungsgeschichte.

Mittlerweile hat sich die Feier rund um die tolle Knolle – die jedes Jahr zum Tag der Deutschen Einheit stattfi ndet – zur Traditionsveranstaltung gemausert. Trotz stürmischen Wetters fanden am Sonnabend viele Glindenberger den Weg zur Feuerwehr und ließen sich dort die angebotenen Kartoffel-K östlichkeiten schmecken. Schon am Tag zuvor hatten Janine Köppe und Gabi Mick mit den Mitgliedern der Kinderfeuerwehr sechs Kilogramm Äpfel und zehn Kilo Kartoffeln geschält. Daraus wurden zum Fest leckere Puffer mit Apfelmus – eine Kombination, die nicht nur bei den kleinen Besuchern reißenden Absatz fand.

Eine besondere Überraschung gab es zu späterer Stunde, als Mitglieder der Feuerwehr und des Fördervereines das " Rotkäppchen-Programm " aufführten. Das Märchen stammt aus dem Programm des letzten Feuerwehrballs und kam dort so gut an, dass es nun vor größerem Publikum nochmal aufgeführt wurde.

Nachdem man bis in die Nacht mit den zahlreichen Besuchern des Kartoffelfestes gemeinsam gefeiert hatte, klingelte am Sonntagmorgen schon wieder früh der Wecker. Um zehn Uhr fiel der Startschuss zum " Kameradschaftsboßeln " der Feuerwehrleute. In zwei Mannschaften geteilt, zog man entlang der Elbe durch die Natur. Wehrleiter Andy Opitz wachte als Schiedsrichter über die Einhaltung der Regeln. Ziel der nordfriesischen Sportart ist es, die Boßelstrecke mit möglichst wenigen Würfen zu überwinden. Nach der zweistündigen Tour konnte Andy Opitz ein kameradschaftsförderndes " Unentschieden " als Ergebnis bekanntgeben.