Die Sanierung des Lindenplatzes im Herzen des historischen Dorfkerns von Groß Santersleben muss wohl noch etwas warten. " Die Chancen, noch in diesem Jahr die beantragten Fördergelder genehmigt zu bekommen, sind wohl nicht so gut ", berichtete gestern Bürgermeister Andy Zacke. Dafür soll sich an der Scheune des Hopfen-Info-Hauses bald etwas regen.

Groß Santersleben. Alles kann man nicht haben, das dürfte derzeit auch Bürgermeister Andy Zacke angesichts des enormen Baufortschritts denken, den die Gemeinde Groß Santersleben in diesem Jahr verzeichnen konnte. Zur Einweihung des Hopfenhauses hatte Zacke von der weiteren Vervollkommnung des historischen Ensembles am Lindenplatz mit seinen prächtigen sanierten Wohnhäusern aus der Blütezeit des Zuckerrübenanbaus geträumt. Ein erster weiterer Schritt bei der Verwirklichung dieses Traumes wird demnächst die Sanierung des Scheunendaches auf dem Hof des Hopfenhauses sein. Zur Einweihung des neuen Dorfzentrums hatte die Gemeinde einen Förderbescheid über 44 000 Euro für die Scheunendachsanierung erhalten. Damit steht die insgesamt 70 000 Euro teure Finanzierung des Vorhabens. " Zurzeit sind wir mit dem Aufmaß für das Leistungsverzeichnis der zu vergebenden Bauleistungen beschäftigt ", berichtete gestern der stellvertretende Bauamtsleiter Rüdiger Schmidt. In der Ratssitzung am 28. Oktober soll der Gemeinderat über das Projekt beraten und per Beschluss die Planungsleistungen bestätigen.

Vergabe für das Dach

der Scheune noch 2009

Noch in diesem Jahr soll der Auftrag an eine Baufirma vergeben werden. Mit einem Baubeginn ist wohl erst im kommenden Frühjahr zu rechnen.

Etwas länger dürfte es mit dem Vorhaben " Umgestaltung des Lindenplatzes " dauern. Nach wie vor ist ein beantragter Förderbescheid ( noch ) nicht bestätigt worden.

" Ich gehe inzwischen nicht mehr davon aus, dass sich 2009 in Sachen Fördergelder für den Lindenplatz noch etwas bewegt ", sagte Bürgermeister Zacke. Die Projektunterlagen liegen bereits in der Schublade und sind vom Gemeinderat bereits im März abgesegnet worden. Der unübersichtliche Eindruck des Lindenplatzes soll danach eine moderne Neugestaltung erfahren. So wurde bereits eine Reihe von Bäumen gefällt. Dazu gehören die Birken und die meisten Nadelgehölze, die einfach nicht in das ortstypische Bild passten. Die großen Linden bleiben erhalten und werden durch weitere junge Linden ergänzt.

An den Grundstückszufahrten an der Südseite des Lindenplatzes soll die Bepflanzung mit Bäumen alleeartig erfolgen, Pyramideneichen und Rosskastanien säumen dann die Zuwegungen.

Inschrift am Denkmal

wird aufgefrischt

Das Denkmal als architektonische Besonderheit des Platzes wird neu gestaltet. Die umherliegenden Steine werden neu angeordnet. Ein kreisförmiger Splittweg, umsäumt von einer Buchsbaumhecke, umfließt der Planung zufolge zukünftig das Denkmal. Zwei Säuleneichen sollen das Denkmal optisch betonen. Die Inschrift des Denkmals wird aufgefrischt.

In der Mitte des Platzes – zwischen dem Mammendorfer Weg und der Zuwegung zu den Gebäuden – soll ein Carré aus Granit gepflastert werden, auf dem Steinblöcke mit Holzbänken zum Verweilen einladen. Die große Linde auf der anderen Seite des Mammendorfer Weges soll eine Rundbank erhalten.

Die bisher geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 40 000 Euro. Die Fördergelder sind bereits im Frühjahr in Höhe von 14 000 Euro beantragt worden.