Wolmirstedt. Neben der Übergabe des Zuwendungsbescheides für die Sanierung der Kreismusikschule ( Volksstimme berichtete ), nahm Thomas Leimbach am Donnerstag noch einen zweiten Termin in Wolmirstedt wahr. Der Präsident des Landesverwaltungsamtes besuchte die Leibniz-Sekundarschule, um mit Schulleiter Uwe Claus und ausgewählten Gästen ins Gespräch zu kommen.

Bei der Diskussion ging es unter anderem um das Profi l der Sekundarschule, die bewusst nicht als Ganztagsschule agiert und sich stattdessen auf die Förderung von Kindern spezialisiert hat, die noch integrativ an einer normalen Sekundarschule unterrichtet werden können. " Außerdem bieten wir an unserer Schule auch das Praxisorientierte Lernen für Hauptschüler und den Praxistag an ", zählte Uwe Claus verschiedene Projekte seiner Schule auf.

Für Thomas Leimbach war der Besuch in der Schule kein Randtermin im Kalender, sondern eine Herzenssache. Obwohl das Landesverwaltungsamt die Schulaufsicht ist, habe er nur selten die Gelegenheit, sich Bildungseinrichtungen vor Ort anzuschauen.

" Umso mehr schätze ich dann solche Termine wie hier. Dabei fällt auf, wie unterschiedlich die Sekundarschulen im Land sind, welche Vielfalt an Möglichkeiten diese Schulform bietet – an der immerhin mehr als 50 Prozent der Kinder unterrichtet werden. Und diese Unterschiedlichkeit müssen wir fördern ", erklärte Leimbach, der betonte : " Die Realität an den Schulen ist viel spannender, als sich das mancher im Kultusministerium vorstellt. "

Er selbst hatte noch ein Geschenk im Gepäck. Das Landesverwaltungsamt wurde vor der U 17-Europameisterschaft vom Deutschen Fußballbund ( DFB ) um Unterstützung gebeten. So kam es auch, dass Schüler die Möglichkeit hatten, anstelle in der Schule zu sitzen das Finale und den Sieg der deutschen U 17-Auswahl in Magdeburg live im Stadion mitzuerleben.

" Der DFB wollte sich danach bei den Unterstützern mit einem Abendessen bedanken. Doch das habe ich abgelehnt und stattdessen um Trikotsätze zum Verschenken gebeten ", erinnerte sich Leimbach. Über 200 Sekundarschulen wurden angeschrieben und konnten Vorschläge einreichen, welche Schüler es verdient hätten, aufgrund ihrer Leistungen und ihres Engagements ausgezeichnet zu werden.

Zu den 26 Schülern, die sich landesweit über ein Originaltrikot der deutschen U 17-Nationalmannschaft freuen dürfen, gehört auch Heiko Meinecke. In Anwesenheit seiner Klassenkameraden und der stolzen Mama wurde der Zehntklässler für sein hohes Maß an Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit ausgezeichnet. Darüber hinaus falle Heiko auch durch seine Pünktlichkeit, Einsatzbereitschaft und hohes Engagement auf, vertritt die Schule beispielsweise bei zahlreichen sportlichen Wettbewerben und ist auch als Schiedsrichter aktiv, heißt es in der Begründung.

" Damit habe ich wirklich nicht gerechnet ", erklärte der junge Mann aus Jersleben, der für den Termin in der Schule extra einen Praktikumstag unterbrochen hatte. In seiner Freizeit spielt er selbst gern Fußball – im Sturm oder als Mittelfeldspieler beim SV Samswegen. Ob er das Trikot an die Wand hängt oder selbst anzieht, das wollte er erst zuhause und nach dem Auspacken des Geschenkes entscheiden.