Wolmirstedt ( gbi ). Nachwuchsprobleme scheinen die Freiwillige Feuerwehr Wolmirstedts derzeit nicht allzusehr zu plagen. Dreizehn Jungen und Mädchen treffen sich freitags im Rahmen der Jugendfeuerwehr und machen sich mit Schlauch, Strahlrohr und Co vertraut. So sehr sie für ihre Feuerwehrarbeit brennen, für einen Blick über den Tellerrand bleibt immer noch Zeit. In der vergangenen Woche fuhren zwei knallrote Feuerwehrautos vor dem Schützenhaus an der Ohre vor und heraus sprang der gesamte Feuerwehrnachwuchs.

" Der Schützenverein kommt regelmäßig zu unseren Jahreshauptversammlungen und spricht jedesmal eine Einladung an unsere Kameraden aus ", sagt der stellvertretende Wehrleiter Swen Pazina. " Die erwachsenen Kameraden haben bisher noch keine Zeit gefunden ", sagt Feuerwehr-Jugendleiter Yves Hummelt, " darum macht die Jugend heute mal den Anfang und kümmert sich um die Kontaktpflege. "

Und schon war das Gewusel in der Schützenhalle groß. Bis dahin hatten Kim Ryll und zwei andere Nachwuchsschützen ruhig ihr Trainingsprogramm an Bogen und Luftgewehr absolviert. Hans-Joachim Wolf hatte darauf geachtet, dass die beiden Jungen und das Mädchen den Bogen richtig spannen, das Gewehr ruhig halten. Wolf ist Vorsitzender des Schützenvereins und trainiert zusammen mit seiner Frau Beate den Nachwuchs. Doch dann kamen die Feuerwehr-Kids und in der eben noch so ruhigen Schießhalle herrschte emsiges Gewusel. Das tat der Sicherheit keinen Abbruch, denn überall waren Sicherheitsbänder gespannt, es wurde abwechselnd mit dem Luftgewehr oder dem Bogen geschossen. " Wir müssen immer die Übersicht behalten ", sagt Beate Wolff und achtete peinlich auf die Reihenfolge beim Schießen. Es brauchte sich ohnehin niemand zu drängeln, alle kamen dran. " Es ist toll, das Schießen mal auszuprobieren ", sagt Dean Martin, der sonst die Wasserspritze hält. Kim Ryll, die eben noch als Schützenschülerin Tipps von Trainer Hans-Joachim Wolf bekam, kann sich jetzt als " Profi " präsentieren. " Soll ich euch mal das Bogenschießen zeigen ?", fragte sie die Feuerwehrkids und die wollten. Natürlich stand auch Beate Wolf dabei und gab wertvolle Hinweise. " Das habe ich alles getroffen ", sagt Jonas Pazina später und zeigt seine durchlöcherte schwarze Scheibe. Und auch Christina, Manuel und die anderen Nachwuchsfeuerwehrleute waren nach diesem Besuch um eine Erfahrung reicher.