Beim 14. Schützenfest in Barleben wurde erstmals ein Feuerwehrkönig ausgerufen. Zugführer Daniel Säuberlich, einer von 35 aktiven Kameraden der FFw Barleben, und nur die waren zugelassen, holte sich mit 48 von 50 möglichen Ringen den Titel. Am Mittwoch nun wurde der Feuerwehrmann an seiner Wirkungsstätte, dem Feuerwehrgerätehaus, durch Ulrich Dürrmann, Vorsitzender des Barleber Schützenvereins, geehrt.

Barleben. Das Schützenfest in Barleben ist längst Geschichte, die Majestäten gekrönt, die Fahnen eingerollt und der Rauch verzogen, da wird noch immer ausgelobt – nämlich der Feuerwehrkönig. Am späten Mittwochabend nahmen sich der Vorsitzende des Barleber Schützenvereins, Ulrich Dürrmann, und sein Stellvertreter Uwe Cleve die Zeit, um den ersten Feuerwehrkönig in der Geschichte von Barleben zu ehren. " Die Feuerwehr und der Schützenverein können schon einige Jahre gut miteinander ", versichert Ulrich Dürrmann. Aus diesem Anlass, " da war es irgendwann nur eine Frage der Zeit, dass die Kameraden auch mal ihren König auf unserer Anlage ermitteln. 2009 setzten wir ihm dann die Krone auf. "

Wie lange die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Barleben nun schon auf den Schießstand kommen, ist selbst den Alteingesessenen nicht exakt bekannt : " Sind es bereits fünf oder gar schon sechs Jahre ?" Ortswehrleiter Patrick Säuberlich erntet nur ein vielsagendes Kopfschütteln. Fakt ist aber, dass die Feuerwehr im 15. Jahr des Bestehens des Schützenvereins endlich Nägel mit Köpfen machen wollte. " Und wir fanden die Idee prima ", betont Ulrich Dürrmann, " warum nicht noch einen fünften, einen Feuerwehrkönig krönen ?"

Nicht nur, dass der König ( aus organisatorischen Gründen ) erst am Mittwoch, also Tage später gekrönt wurde, nein, die Kameraden gingen auch eine Woche vor allen anderen an den Schießstand. " An diesem königlichen Wettkampf ", so erklärt Patrick Säuberlich, " durfte sich jeder beteiligen, in die Wertung aber kamen nur die Aktiven. " Geschossen wurde übrigens mit Kleinkaliber, sitzend, aufliegend auf Zehnerscheibe. Die Entfernung betrug 50 Meter, und jeder durfte achtmal nachladen, die fünf besten Treffer wurden gewertet. Daniel Säuberlich setzte sich am Ende mit 48 Ringen deutlich vor Lars Henning ( 46 ), und Philipp Müller ( 44 ) durch.

Auch wenn ( diesmal zumindest ) noch keine Königin ermittelt wurde, " so denken wir aber für die Zukunft darüber nach ", verspricht Ulrich Dürrmann. Und daran tun die Schützen gut, denn Christiane Kautzsch-Jacobi stand ihren männlichen Konkurrenten in nichts nach und brachte es auf beachtliche 43 Ringe. Damit lag sie deutlich vor dem Ortswehrleiter, der es noch auf 40 Ringe schaffte. " Da muss nun hart trainiert werden ", räumt der Ortswehrleiter selbstkritisch ein und kennt bereits den Termin.

Am 19. September gibt es " Am Anger " eine weitere Premiere. Erstmals wird das " Schießen der Feuerwehren " veranstaltet. Das heißt, ab 10 Uhr schicken Barleben, Ebendorf und Meitzendorf ihre treffsichersten Kameraden an die Ausgangslinie. Der Sieger in diesem Wettstreit erhält einen Wanderpokal. Die Kosten dafür trägt die Feuerwehr, den Königspokal, und nicht nur den, bezahlt nämlich der Schützenverein.