Wolmirstedt. Die 1000-Jahrfeier ist Geschichte, aber vieles davon bleibt. Nicht nur als Erinnerung, sondern auch als handfestes Souvenir. In der Bibliothek gibt es Lesezeichen, die anlässlich des Stadtjubiläums gefertigt wurden. Und zwar von Schülern dieser Stadt. " Wir hatten 50 Einsendungen für den Wettbewerb ", sagt Bibliotheksleiterin Bastienne Schröter, " die Auswahl der fünf Besten fi el wirklich schwer. " Die meisten Arbeiten kamen aus dem Wolmirstedter Gymnasium. Dort hatten die Kunstlehrerinnen Andrea Behnert, Jeanette Kugler und Gerrit Pfister ihre Schüler zur Gestaltung von Lesezeichen animiert. So gehen auch vier der fünf Preisträger auf diese Schule. Sophie Schneickert erstellte ein Fotocollage aus Wolmirstedter Ansichten, bewacht von der Heiligen Katharina. Vanessa Mertens war ins Reich der Phantasiegestalten getaucht, hatte dort Drachen, Elfen, Einhörner und Feen gefunden und auf Papier gebannt. Wilhelm Tell bediente das Thema mit einem grasgrünen Bücherwurm und Jonas Held hatte den Preis mit einer Federstricharbeit errungen. Der fünfte im Bunde heißt Mathias Fiedler und besucht die fünfte Klasse der Harnisch-Schule. Der Elfjährige hat mit seinem grünen Krokodil vor blauem Himmel-Hintergrund einen echten Hingucker geschaffen. " Auch viele andere Arbeiten haben uns gefallen ", sagt Bastienne Schröter, " und weil sich die Schüler so viel Mühe gegeben haben, möchten wir ihnen die Originale zurück geben. " Also rückte sie am Freitag mit einem großen Karton im Gymnasium an. Darin waren nicht nur die Original-Lesezeichen, sondern auch 30 Lesezeichen für jeden der fünf Preisträger gestapelt. " Ich werde auf jeden Fall ein paar Exemplare an meine Familie verschenken ", sagt Wilhelm Tell. Insgesamt wurden von den fünf besten Lesezeichen 5000 Exemplare gedruckt. Eine Anzahl, die ohne die Unterstützung der Volksbank nicht möglich gewesen wäre. Deshalb gratulierte auch Vertriebsbereichsleiterin Christine Herkenhoff den Preisträgern ganz herzlich. Die hübschen Lesezeichen sind somit für alle Wolmirstedter zu haben. Sie liegen schon seit ein paar Tagen in der Bibliothek aus. " Unsere Leser nehmen sie gerne mit nach Hause ", sagt Bastienne Schröter. Nicht wahllos, " die meisten schauen sich ganz genau an, was darauf ist und entschieden sich dann für ihr Lieblingsmotiv. "