Simone Steinke, Elternratsvorsitzende der Gerhard-Schöne-Schule, kann zig gute Gründe aufzählen, warum sich die Mitglieder für den alle zwei Jahre stattfindenden Sommernachtsball engagieren. Dass es dann letztlich September wurde, dafür gibt es nur einen.

Wolmirstedt. " Eigentlich wollten wir am vorletzten Schultag zum Ball bitten, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung ", erinnert sich die Vorsitzende, deren Tochter die sechste Klasse in Wolmirstedt besucht, noch gut an die verregneten Tage, " Also mussten wir kurzfristig nach hinten verschieben. "

Und trotz der langen Regenpause war am vergangenen Freitag, als nun endgültig zum Sommernachtsball gebeten wurde, der Zuspruch groß – die Wiese, denn da wurde gefeiert, rammelvoll. " Weil wir an der Schule eben eine durchweg verschworene Gemeinschaft sind ", verrät Simone Steinke. " Die Eltern haben einen guten Draht zu den Lehrern und Erziehern, bei denen unsere Kinder allerbestens aufgehoben sind. "

Die Elternratsvorsitzende verschweigt aber auch nicht, dass im Vorfeld der Veranstaltung mächtig geackert wurde, " denn so ein Fest will erst einmal organisiert sein. Doch auch hier hat sich die jahrelange gute Partnerschaft bewährt, fehlte es nicht an helfenden Händen.

Sehr schnell aber zeigt sich bei aller Feststimmung, ein reiner Ballabend wird es nicht. Denn während die Kinder ausgelassen feierten, und ein langer Abend nach erlebnisreichen Stunden mit Maik zauberhaft ausklang, suchten die Eltern immer wieder das Gespräch, und Rat bei den Lehrern.

" Es ist wichtig, dass die Eltern spüren, dass sie nicht allein sind mit ihren Sorgen, dass sie aber auch in der Schule und im Elternrat stets auf offene Ohr treffen ", versicherte Simone Steinke. " Was uns aber letztlich so glücklich macht, das ist die Tatsache, dass unsere Kinder hier nicht in Watte gepackt werden, sondern wie jedes andere Schulkind im Unterricht gefordert. Und was noch bedeutsamer ist, sehr ernst genommen werden. "

Als sich die große Runde zur vorgerückten Stunde verabschiedete, versprach man sich fest in die Hand, die nächste Feier lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.

Schulleiter Gudrun Matthey hofft inständig, dass bis dahin die Schule keine Baustelle mehr ist : " Natürlich sind wir froh und glücklich, dass nicht zuletzt dank des Konjunkturpakets II die Heizung an unserer Schule gemacht und die Außenfassade neu gestaltet werden soll. Im Moment aber habe ich den Eindruck, auf der Baustelle bewegt sich recht wenig. Am 18. September soll für die Fassade Bauabnahme sein, doch daran glaube ich nicht. Und jeder Tag Verzögerung macht das Arbeiten an der Schule nicht leichter. "