Für die Farsleber Ortsräte drängte die Zeit. Nicht nur, weil es nach einer längeren Sitzung schon anfing, zu dämmern, als die Ortsbegehung auf der Tagesordnung stand.

Farsleben. Diese war von allen Ratsmitgliedern als notwendig erachtet worden, um noch vor der Besprechung des Haushaltes wichtige Missstände im Ort aufzunehmen und diese der Stadtverwaltung zur Kenntnis zu geben. Und davon gibt es einige, wie sich bei der Ortsbegehung zeigte. " Die älteren Bürger haben ein Problem mit den hohen Bordsteinen, wenn sie beispielsweise zu ihren Veranstaltungen auf Webers Hof wollen ", erklärte Werner Teige ( CDU ). Und tatsächlich : Nicht nur in der Haupt-, sondern auch in der Bergstraße, sind die Borde der Fußwege teilweise gar nicht abgesenkt. Das Problem wurde notiert und soll behoben werden.

Dieter Frinken ( UWG ) erklärte, dass vor Kurzem auch die Sperrkommission die Ortschaft besucht hätte. Allerdings wisse er noch nicht, welche Probleme aus Farsleben dort aufgenommen wurden. Deshalb nahmen die Vertreter des Ortschaftsrates in ihr Protokoll der Ortsbegehung auch die noch unklare Parksituation rund um Webers Hof auf. An der Einmündung der Weinbergstraße auf die Bergstraße wurde nach der Sanierung das Stop-Schild, dass den Autofahrern, die aus der Weinbergstraße kommen, die Bergstraße als Hauptstraße anzeigt, nicht mehr aufgestellt. " Das ist auch unnötig, da die Straße nun zu einer Tempo-30-Zone erklärt wurde. Und verkehrsberuhigte Bereiche müssen immer Vorfahrt gewähren ", stellte Frinken klar. Man einigte sich darauf, anzuregen, dass wenigstens die Bergstraße an dieser Stelle ihr Hauptstraßenschild zurückbekommt, um Unklarheiten zu vermeiden.

Aus eigenem Erleben oder vom Hörensagen kennen die Ortschaftsräte auch das Problem, dass Autos, die an der Seite der Wolmirstedter Straße parken, den Kraftfahrern bei der Einmündung auf diese Straße die Sicht nehmen. Deshalb soll überlegt werden, die Wolmirstedter Straße – auf der rechten Seite in Richtung Zielitz – miteinemeinseitigenHalteverbot zu belegen. Immer wieder Thema war auch der Erhalt des ortstypischen Charakters. Die neuen Alu-Schaukästen passen nach einhelliger Meinung der Ratsherren nicht ins Bild. Deshalb wolle man der Stadt den Auftrag erteilen, drei neue Kästen aus Holz anzufertigen. " An den Alukästen besteht in der Ortschaft Mose schon Interesse ", wusste Klaus Mewes ( UWG ) zu berichten.

Start- und Endpunkt der Begehung war das Gebäude Im Winkel 2, wo der Ortschaftsrat seine Sitzungen abhält. Dort soll überlegt werden, aus dem Sitzungsraum und dem Büro des Ortsbürgermeisters eine Wohnung umzubauen. " So kommt zusätzlich Geld in die Kasse. Unsere Sitzungen können wir auch auf Webers Hof oder bei der Feuerwehr machen ", erklärte Matthias Pape ( UWG ). Er hatte auch schon selbst zum Rasenmäher gegriffen, um das hohe Unkraut auf den Grünfl ächen vor diesem Haus zu beseitigen. " Warum pflegt die Stadt diese Fläche nicht ?", diktierte Pape eine wichtige Frage ins Protokoll. Überhaupt solle zum Gebäude Im Winkel 2 nochmal eine Beratung stattfinden, da bisher angezeigte Mängel nach Meinung der Räte nicht oder nur unzureichend beseitigt wurden.

Ebenfalls auf einen gesonderten Termin verschoben wurde die Diskussion zum Sportund Spielplatz. Die einbrechende Dunkelheit hatte der Ortsbegehung kurz nach 21 Uhr ein Ende gemacht.