Wolmirstedt. Die Pfarrstelle in Wolmirstedt ist vakant, und es gibt zwei Bewerber dafür. Am vergangenen Sonntag, dem zwölften Sonntag nach Trinitatis, gestaltete die Suhler Pfarrerin Ulrike Reichardt den Gottesdienst in der Katharinenkirche und empfahl sich damit zwei Wochen nach der Vorstellung von Johannes Henke für die Wolmirstedter Pfarrstelle.

Die 41-J ährige wuchs in Sachsen-Anhalt und Thüringen auf und studierte nach dem Abitur Theologie in Jena und Greifswald. Daran hängte sie ein Zweitstudium der Erziehungswissenschaften. Nach dem zweiten theologischen Staatsexamen wurde sie in den Pfarrdienst übernommen, arbeitet seither im " normalen " Pfarrdienst in Suhl-Goldlauter und außerdem in einem Familienzentrum im Suhler Neubaugebiet. Dort steht die soziale Arbeit im Vordergrund.

" Möchte meine seelsorgerischen und pädagogischen Erfahrungen einbringen "

Ulrike Reichardt bildete sich neben ihrer Arbeit stets weiter. Inzwischen ist sie außerdem Klinische Seelsorgerin, das heißt, sie kann Menschen in speziellen seelischen Notsituationen beistehen. " Ich verstehe meinen Dienst in der Kirchengemeinde und im Sozialen Zentrum als Nahtstelle zwischen innerkirchlicher Arbeit und gesellschaftlichem Diskurs ", sagt sie. So brachte sie sich auch als Synodale der Kirchenprovinz Sachen und später der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ( EKM ) in den Prozess der Zusammenführung der beiden Landeskirchen ein. " Nach zwölf Jahren in meiner ersten Pfarrstelle freue ich mich auf neue Erfahrungen und möchte mich sowohl mit meinen seelsorgerlichen als auch mit meinen pädagogischen Erfahrungen in die Arbeit der Wolmirstedter Kirchengemeinde einbringen. " Am 10. September wird der Gemeindekirchenrat zur Wahl zusammen kommen.