Im Rahmen der Volksstimme-Aktion " Schreiben Sie ihre Wünsche an den neuen Stadtrat " hatte sich Ende Juli auch Jürgen Wolniczak gemeldet. Den Glindenberger störte der Anblick von zwei alte Baracken entlang des Radweges nach Wolmirstedt. Gestern nun rückten die Baufahrzeuge an, die seit Jahren ungenutzten Behelfsheime wurden abgerissen.

Wolmirstedt. Jahrelang sind sie ungenutzt verfallen, die beiden alten Behelfsheime entlang des Radweges zwischen Wolmirstedt und Glindenberg. Der Abriss ging dagegen recht schnell. " Am Dienstag war ein Fachbetrieb für Asbestentsorgung vor Ort, gestern wurden die beiden Baracken abgerissen ", berichtet Jörg Brämer vom Naturschutzbund. Der NABU ist für die Fläche zuständig, hat mit der Stadt Wolmirstedt eine Pflegevereinbarung über dieses Flurstück abgeschlossen.

Nachdem die Volksstimme über die Situation berichtet hatte, meldeten sich einige Firmen bei Brämer und boten ihre Hilfe für den Abriss an. " Wir haben dann eines der Angebote, das wir nach dem Artikel bekommen haben, auch in Anspruch genommen ", so Brämer gestern. " Dadurch ging es zumindest mit dem Abbruch schnell voran, müssen heute nur noch Schutt und Bauteile beräumt werden. " Brämer hofft, dass die Beräumung der Fläche dazu führt, dass die Bürger nicht mehr achtlos ihren Müll darauf abladen.

" Jetzt, im Oktober und November, beginnt ja die Pfl anzzeit. Der NABU wird auf dem Gelände – wie es auch in der Pflegevereinbarung steht – eine Streuobstwiese errichten. " Der Experte räumt ein, dass der Abriss der Baracken nun so schnell erfolgt sei, dass die Planung für die Umwandlung des Geländes noch nicht endgültig erfolgt wäre. Klar sei allerdings, dass vorrangig Obstbäume gepfl anzt werden. Die Hecken, die man jetzt zurückschneiden musste, um mit den Baufahrzeugen ordentlich arbeiten zu können, sollen sich nach dem Abriss auch wieder ordentlich entwickeln. Damit schon im kommenden Frühjahr nichts mehr an den schlimmen Anblick erinnert, der sich noch bis vorgestern an dieser Stelle geboten hatte.