Zur ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode trifft sich kommende Woche der Bauausschuss. Auf der Tagesordnung steht auch die Beschlussvorlage zur Umbenennung von Straßen, deren Namen nach der Eingemeindung von Farsleben und Glindenberg mehrfach im Stadtgebiet auftauchen.

Wolmirstedt. Die Kommunalaufsicht des Landkreises hat in Vorbereitung der Gemeindegebietsreform darauf hingewiesen, dass gleichlautende, nicht unterscheidbare Straßenbenennungen innerhalb eines Gemeindegebietes unzulässig sind. Nach der Eingemeindung von Farsleben und Glindenberg betrifft dies insgesamt 13 Straßen, die im Stadtgebiet doppelt oder sogar dreifach auftauchen ( Volksstimme berichtete ).

In der kommenden Woche trifft sich der Bauausschuss zu seiner ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode. Auf der Tagesordnung steht eine Beschlussvorlage, die sich mit der Umbenennung dieser Straßen befasst. Dazu wurde durch das Bauamt eine Vorschlagsliste erarbeitet. Man habe darauf geachtet, dass dabei ein ausgewogenes Verhältnis bei der Anzahl der Umbenennungen zwischen den Ortsteilen und der Kernstadt erzielt wird, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Verwaltung ist so verfahren, dass die Straße mit den wenigsten Anwohnern und Gewerbetreibenden dabei einen neuen Namen erhält.

Natürlich geht so eine Umbenennung mit einem bürokratischen Aufwand der betroffenen Bürger einher. Sollte der Stadtrat die Vorlage bestätigen, wird die Ummeldung der Ausweispapiere vom Einwohnermeldeamt kostenlos erledigt. Die Ummeldung bei anderen Ämtern und die Adressänderungen im privaten und geschäftlichen Bereich sind allerdings von den betroffenen Anwohnern und ansässigen Betrieben selbst zu tragen. Für die Beschaffung und Aufstellung der geänderten Schilder mit den neuen Straßennamen sind 2500 Euro im Haushalt 2010 veranschlagt.

Der Bauausschuss, die Ortschaftsräte, Hauptausschuss und Stadtrat, werden in den kommenden Wochen die von der Verwaltung gemachten Vorschläge ( siehe Infokasten ) diskutieren. Dabei haben die politischen Gremien auch die Möglichkeit, neue Vorschläge einzubringen und zur Abstimmung zu stellen.

Insgesamt sollen in der Kernstadt fünf, in Farsleben vier sowie in Glindenberg fünf Straßen einen neuen Namen erhalten. Die Änderung der Straßennamen soll mit Wirkung vom 1. Januar 2010 in Kraft treten.