Gestern Nachmittag wurden auf der Sportanlage in Glindenberg sechs Flutlichtmasten freigeschaltet. Wie Wolfgang Liebscher, Abteilungsleiter des SV Blau-Weiß Elbe, bei Dauerregen betonte, lässt die 30 000 Euro teure Anlage aber nicht nur den Fußball in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

Glindenberg. Im Prinzip ist alles so, als ob man ins Wohnzimmer geht, auf den Schalter drückt, und das Licht geht an. Nur mit dem Unterschied, dass in diesem " Wohnzimmer " entweder 22 Freizeitkicker dem Ball nachjagen, oder die Feuerwehren des Kreises ihren Löschangriff starten. Vielleicht ist es in Zukunft aber auch denkbar, dass das Heimatfest gezielt auf der Sportanlage des SV Blau-Weiß Elbe Glindenberg durchgeführt wird, einfach deshalb, weil man es dann dort in ein viel besseres Licht setzen kann.

Tatsache ist auf jeden Fall, dass gestern am späten Nachmittag sechs Flutlichtmasten auf der Sportanlage freigeschaltet wurden. Einen, den es besonders freut und dessen Strahlen im Gesicht fast ( noch ) das Leuchten der Masten übertraf, ist Wolfgang Liebscher, Abteilungsleiter Fußball. " Die Freude hat einen Grund, denn hier haben wir etwas Großes geschaffen, von dem letztlich alle im Ort prof tieren. "

Angefangen, oder wie es Wolfgang Liebscher formuliert : " Ein Licht ist uns schon vor Jahren aufgegangen. " Immer wenn die Tage kürzer wurden, die Fußballer auf dem Trainingsplatz im Dunkeln standen, die Sporthalle in Glindenberg ein Fußballtraining nicht zulässt, wurde sinniert, was man ändern könnte. Die einzige Lösung war eine Flutlichtanlage. " Doch dafür mussten die Finanzen passen, durften aber auch besondere Belange, schließlich bewegen wir uns in einem Landschaftsschutzgebiet, nicht außer acht gelassen werden ", erinnert sich der Abteilungsleiter noch gut an den Baustart vor einem Jahr. Die Kosten von 10 000 Euro wurden vom Verein allein geschultert. " Wobei wir mit 4000 Euro in Vorkasse gingen ", so Liebscher, " zudem Eigenleistungen in Höhe von 4000 Euro erbrachten. Außerdem konnten wir als Verein 2000 Euro einsparen, weil wir zwei Strahler und Vorschaltgeräte, die beim Abriss der Flutlichtanlage des SV Fortuna Magdeburg anf elen, fachgerecht abgebaut, gelagert und danach sachgerecht aufgearbeitet haben. "

Der Abteilungsleiter wird aber auch nicht müde, immer wieder darauf zu verweisen, dass die komplette Männermannschaft, und dazu gehören bekanntlich nicht nur elf Spieler, Großartiges geleistet haben. So wurden im Jahr 2008 unter anderem 120 Meter Kabelkanal geschachtet, zwei Fundamentlöcher ausgehoben und Unmengen an Sand verarbeitet.

In den vergangenen Wochen wurde das Arbeitspensum noch einmal verdoppelt, schließlich mussten die restlichen vier der insgesamt sechs Flutlichtmasten aufgestellt werden. " Das wurde uns aber nur ermöglicht, weil durch Glindenberg, nach der Eingemeindung durch Wolmirstedt 15 000 Euro zugesichert wurden ", ist Wolfgang Liebscher des Lobes voll, verweist aber auch darauf, dass auch diesmal der Verein mit Eigenleistungen in Höhe von 5000 Euro nicht unerheblichen Anteil am Werden und Wachsen der Anlage hat.

Auch wenn der Abteilungsleiter immer von seiner Mannschaft spricht, die sich eingebracht hat, zum Schluss hebt er dann doch zwei Namen hervor : " Denn was Heinz Kühne hier gebaggert hat, das verdient Anerkennung. Und hätte uns Bernd Storck nicht so uneigennützig mit Technik ausgeholfen, wir würden, jetzt aber meine ich nur die Fußballer, noch eine Weile im Dunkeln stehen. "