Eine überplanmäßige Haushaltsausgabe in Höhe von knapp 10 000 Euro hat der Bornstedter Gemeinderat am Dienstag für das Projekt " Anbau Feuerwehrhaus " beschlossen. Damit steht die Finanzierung für das insgesamt knapp 20 000 Euro teure Bauvorhaben. Ein Teil der Investitionssumme wird mit Hilfe des Konjunkturpaketes II fnanziert. Das Projekt ist nicht unumstritten im Rat.

Bornstedt. Die Gemeinde Bornstedt will an der Ostseite des Feuerwehrhauses über die gesamte Gebäudebreite einen eingeschossigen, garagenähnlichen Anbau errichten. Ursprünglich hatte die Gemeinde mit Baukosten von etwa 10 000 Euro – einschließlich der K-IIGelder – gerechnet. Eine spätere Kostenschätzung des beauftragten Architekturbüros war von stolzen 32 000 Euro ausgegangen. Das war dem Gemeinderat zu viel, die Ratsrunde pochte auf weitere Kostensenkungen. Die konnten dank eines sehr günstigen Ausschreibungsergebnisses erreicht werden, wonach sich die Gesamtkosten auf 19 945 Euro belaufen. Dennoch sind die Kosten fast doppelt so hoch, wie ursprünglich gedacht. Das machte Abstriche bei anderen Investitionsprojekten erforderlich. Die Gemeinde verschob deshalb die Errichtung einer Kläranlage für das Sportlerheim, die Renovierung eines Gruppenraumes der Kita sowie die Umrüstung eines Teils der Straßenbeleuchtung mit Kosten sparender Dimmertechnik. Insbesondere der Verzicht auf die 5 000 Euro teure Beleuchtungsumrüstung liegt Gemeinderat Thomas Grünberg schwer im Magen. Grünberg mahnte : " Investitionen wie diese sparen der Gemeinde auf Jahre Energiekosten. Dafür sollten wir uns weiterhin einsetzen, aber wir wissen nicht, ob wir im nächsten Jahr noch das Geld dafür haben. Für dieses Dilemma sollten wir ein Gefühl entwickeln ".

Ratskollege Eberhard Rulf hegte erhebliche Bedenken gegen die Investitionssumme für den Feuerwehranbau : " Auf Teufel komm raus an das Konjunkturpaket heranzukommen, für ein Projekt, das nicht viel mehr Platz schafft als eine Fertigteilgarage, halte ich für bedenklich. "

" Aber wir haben uns für diese Variante bei der Vorstellung ausgesprochen und die Kosten wurden im Vergleich zur Schätzung der Architekten erheblich gesenkt. Ob andere Vorhaben in die Förderrichtlinien des K-II-Paketes passen, ist fraglich ", entgegnete Bürgermeister Andreas Arnecke.

Nach ausführlicher Diskussion stimmte die Ratsrunde mit sechs Stimmen ( Rulf stimmte dagegen ) für die Finanzierung des Vorhabens.

Nötig ist der Anbau aufgrund von Aufagen der Feuerwehrunfallkasse. Diese hatte beanstandet, dass einige Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr aus der Fahrzeughalle verschwinden und andernorts gelagert werden müssen. Zum anderen will die Gemeinde das kommunale Mietshaus, Im Sack 9, verkaufen. Auch dort sind einige Utensilien der Feuerwehr untergebracht. Bei einem – wie beabsichtigt – erfolgreichen Verkauf des Mietshauses müssten diese Feuerwehrgeräte ebenfalls umgelagert werden.